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Ukrainische Verluste : „Der Krieg nimmt uns die Besten“

Die Zerstörung vor Augen: Autowracks auf einem Parkplatz im Kiewer Vorort Irpin Bild: Frank Röth

Immer mehr Angehörige der städtischen Eliten der Ukraine lassen im Krieg ihr Leben. Auch Kämpfer der Territorialverteidigung werden nun an die verlustreiche Front im Donbass geschickt. Doch Russland nachgeben will fast niemand.

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          Facebook „ist für uns heute ein Schwarzes Brett voller Todesanzeigen“ sagt Olena Haluschka, eine bekannte Aktivistin aus Kiew. Sie ist derzeit in Polen unterwegs, spricht in flüssigem Englisch über Rechtsstaat und Korruptionsbekämpfung, das ihr Fachgebiet ist. Erst wenn man sie auf den Krieg anspricht, zeigen ihre unruhigen Hände, wie sehr die Lage die junge Frau bedrückt. „Jedes Mal, wenn ich in die sozialen Medien gehe, sehe ich: Dieser ist tot, jener wird beerdigt, ein dritter ist verwundet worden.“

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Das liegt nicht nur daran, dass sie auf Facebook viele Freunde hat. Der Tod trifft auch Freunde im eigentlichen Sinne des Wortes. „Ich war früher bei der Organisation Plast, den Pfadfindern“, erzählt Haluschka. „Aus unserer Organisation sind seit Februar elf Personen gefallen. Danach habe ich in Kiew an der Akademie für Führungskräfte studiert. Von ihren Absolventen sind vier junge Männer gefallen. Junge Leute, die die neue Elite bilden und dieses Land verändern sollten.“

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