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Bill de Blasio : Tochter des New Yorker Bürgermeisters bei Protest festgenommen

  • Aktualisiert am

Bill de Blasio und seine Familie im November 2013 Bild: AFP

Die Tochter des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio hat an den Protesten nach dem Tod von George Floyd friedlich teilgenommen – und wurde festgenommen. Ihr Vater stellt sich demonstrativ hinter sie und sagt: „Ich bin stolz auf sie.“

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          New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat sich demonstrativ hinter seine Tochter gestellt, die bei Massenprotesten nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd festgenommen worden war. „Ich liebe meine Tochter sehr, ich verehre sie. Sie ist so ein guter Mensch, sie will nur Gutes in der Welt tun, sie will eine bessere und friedlichere Welt sehen“, sagte der Bürgermeister am Montag. „Sie glaubt, dass wir viele Veränderungen brauchen. Ich bin stolz auf sie, dass ihr das so wichtig ist, dass sie bereit war, rauszugehen und etwas dafür zu unternehmen.“

          Auslöser für die Proteste, die sich gegen Polizeigewalt, Brutalität und Ungerechtigkeit gegen Schwarze richten, war der Tod des 46 Jahre alten Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota vor einer Woche. Die 25 Jahre alte Chiara de Blasio, Tochter des weißen de Blasio und dessen afroamerikanischer Frau Chirlane McCray, war bei einem Protest in New York in der Nacht zu Sonntag wegen unrechtmäßiger Versammlung vorübergehend festgenommen worden.

          Seine Tochter habe ihm gesagt, sie habe gedacht, dass sie sich den Anweisungen der Polizei entsprechend verhalten habe, sagte de Blasio. „Sie hat sehr deutlich gemacht, dass sie friedlich protestiert und nichts getan hat, was eine negative Reaktion provozieren könnte.“

          Ausgangssperre in New York möglich

          Nach den Massenprotesten in New York wird auch in der Millionenmetropole über eine nächtliche Ausgangssperre nachgedacht. „Wir müssen uns das als Möglichkeit ansehen“, sagte de Blasio am Montag. Auch Gouverneur Andrew Cuomo sagte, dass er mit dem Bürgermeister darüber sprechen wolle.

          In New York war es bereits in der vierten Nacht in Folge zu Massenprotesten gekommen. Bis zu 6000 Menschen nahmen vor allem in den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn an den Protesten teil, wie örtliche Medien unter Berufung auf Behörden berichteten. Die meisten Proteste seien friedlich verlaufen. Einige Demonstranten hätten aber Glasflaschen und Müll auf Polizisten geworfen, Fensterscheiben eingeschlagen, Läden geplündert, Autos angezündet und Feuer in Mülleimern gelegt. Die Manhattan Bridge zwischen Brooklyn und Manhattan wurde vorübergehend gesperrt.

          „Die vergangene Nacht war nicht gut“, sagte Gouverneur Cuomo. „Das war einfach negativ. Es hat keine positive Reformagenda vorangebracht, es war schlecht für die Stadt und schlecht für den Kampf gegen Covid-19.“

          In der stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Millionenmetropole New York sollen am 8. Juni erste Beschränkungen gelockert werden, nachdem die Zahl der Neuinfektionen zuletzt immer weiter gesunken war. Das dürfe nicht durch Massenansammlungen in Gefahr gebracht werden, sagte Cuomo. „Protestiert - aber macht es klug.“

          Er verurteilte die Gewalt der Demonstranten, sagte aber auch, dass einige Handlungen von Polizisten den Ärger der Demonstranten weiter angefacht hätten. Das werde nun von der Staatsanwaltschaft untersucht.

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