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Infektionsherd in Österreich : Alle gehen auf Tirol los

Ein Mitarbeiter des Testteams überreicht einem Militärpolizisten den Testbefund eines Ausreisenden. Bild: dpa

Tirol ist schon wieder Corona-Hotspot. Und wieder fühlen die Bewohner des österreichischen Bundeslandes sich zu Unrecht an den Pranger gestellt.

          3 Min.

          Was ist nur in Tirol los? Dass dort immer wieder Infektionsherde identifiziert wurden, ist das eine. Das hat es in Wellen fast überall gegeben, mal mehr, mal weniger. Und es verwundert in einem Landstrich, der dermaßen vom Tourismus geprägt ist, umso weniger. Das andere ist aber, wie die Tiroler darauf reagieren, wenn von außen Hinweise kommen, dass bei ihnen etwas im Argen liegt. Oder sogar Ratschläge, wie das Problem mit den Corona-Hotspots behoben werden könnte.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Im Fall Ischgl vor bald einem Jahr waren es Hinweise aus Island, dass es in dem berühmten Skiort einen besonders heißen Herd geben könnte. Die Tiroler Behörden hatten das zunächst einmal reflexhaft beiseitegewischt. Der für Gesundheit zuständige Landesrat stellte sich hinterher ins Fernsehen und wiederholte das Mantra: Wir haben alles richtig gemacht. In den vergangenen Tagen ging es um die Südafrika-Variante des Virus, die in Tirol auffällig häufig auftritt. Die Regierung in Wien versucht, die Mutante einzudämmen, und hat Tirol zur Sperrzone erklärt. Nur wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann, darf ausreisen. Auch die deutsche Bundesregierung hat Kontrollen an der Grenze zu Tirol angeordnet, die in der Nacht zu Sonntag in Kraft traten.

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