Grenzstreit im Himalaja :
Indien bringt tibetische Geheimtruppe gegen China in Stellung

Von Till Fähnders, Singapur
Lesezeit: 3 Min.
Trauerzeremonie für einen im Grenzkonflikt mit China gefallenen Angehörigen einer aus Tibetern bestehenden Spezialeinheit in Leh am 7. September
Erst Faustkämpfe, jetzt Schüsse? Im chinesisch-indischen Grenzkonflikt im Himalaja scheint eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Der Grenzkonflikt zwischen China und Indien im Himalaja verschärft sich weiter. Noch im Juni hatten sich Soldaten der beiden Seiten heftige Faustkämpfe geliefert. Nun warfen Peking und Delhi einander am Dienstag vor, im Grenzgebiet Warnschüsse abgegeben zu haben. Es wäre das erste Mal seit dem Jahr 1975, dass entlang der Grenzlinie Schüsse gefallen sind. Das Verteidigungsministerium in Peking teilte mit, chinesische Soldaten hätten am Montag „Gegenmaßnahmen“ ergriffen, nachdem die indischen Streitkräfte das Feuer eröffnet hätten. Es warf den indischen Truppen eine „schwere militärische Provokation“ vor. Das Verteidigungsministerium in Delhi beschuldigte dagegen die Volksbefreiungsarmee, sie habe „aggressive Manöver“ durchgeführt. Demnach hätten sich chinesische Soldaten einer indischen Stellung genähert. Indische Soldaten hätten dies verhindert, worauf die Chinesen in die Luft geschossen hätten.

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