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Nach Haftbefehl : Thailands ehemalige Regierungschefin hat sich abgesetzt

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Gegen die ehemalige Regierungschefin Thailands, Yingluck Shinawatra, hat das Oberste Gericht Haftbefehl erlassen. Bild: YONGRIT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die frühere Ministerpräsidentin Thailands ist wegen Verschwendung von Steuermitteln angeklagt. Zur Urteilsverkündung vor dem Obersten Gericht erschien sie am Freitag nicht – offenbar ist sie auf der Flucht.

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          Die frühere Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra ist aus Thailand geflohen. Sie habe das Land verlassen, sagte ein Vertreter ihrer Partei am Freitag. Zuvor hatte das Oberste Gericht einen Haftbefehl gegen Yingluck erlassen. Es bestehe Fluchtgefahr, hatte das Oberste Gericht am Freitag noch erklärt, nachdem Yingluck nicht zur geplanten Urteilsverkündung in einem Prozess gegen sie erschienen war.

          In dem Prozess geht es um ein System von Yinglucks Regierung zur Subventionierung des Reisanbaus, bei dem armen Landwirten der doppelte Marktpreis für Reis gezahlt wurde. Militär und Staatsanwaltschaft wollen, dass die Politikerin für das defizitäre System persönlich haftbar gemacht wird. Sollte sie schuldig gesprochen werden, drohen ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis und ein lebenslanges Verbot der politischen Betätigung.

          Yinglucks Anwalt habe erklärt, dass seine Mandantin krank sei, sagte der Vorsitzende Richter Cheep Chulamon am Freitag. Das Gericht zweifle dies an. Der Richter setzte den kommenden Sonntag als neuen Termin für die Urteilsverkündung an.

          Yingluck war 2011 als erste Frau zur Ministerpräsidentin Thailands gewählt worden. Im Mai 2014 setzte das Verfassungsgericht sie ab. Kurz darauf putschte sich das Militär an die Macht.

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