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Waffenhandel : Über die Balkan-Route

Soldaten zeigen im mazedonischen Krivolak 1200 Waffen der UCK Rebellen vor der Vernichtung Bild: FAZ / Wolfgang Eilmes

Auf den Schwarzmärkten Südeuropas versorgen sich Terroristen mit Waffen. Eine deutsch-französische Initiative will dagegen vorgehen. Kann das funktionieren?

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          Viele islamistische Terroranschläge im Europa der vergangenen Jahre hatten außer dem weltanschaulichen Hintergrund der Täter eine weitere Gemeinsamkeit: Einen Teil der Tatwaffen hatten sich die Terroristen auf Schwarzmärkten auf dem Balkan besorgt. Bei den Pariser Anschlägen vom November 2015 kamen, wie schon zuvor beim Überfall auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, Zastava M70-Sturmgewehre aus jugoslawischer Produktion der achtziger Jahre zum Einsatz. Genauso beim Massaker im Bataclan-Theater. Sie stammen ursprünglich aus der serbischen Zastava-Waffenfabrik in Kragujevac. Von dort kamen schon die Handgranaten, die beim Attentat von Sarajevo 1914 eingesetzt wurden.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Mitunter verhindern einzelne Erfolge der Polizei weiteres Unheil. Im November 2015 entdeckten Fahnder der bayerischen Polizei im Wagen eines Montenegriners, der laut Zieleingabe seines Navigationsgeräts nach Paris unterwegs war, mehrere Kalaschnikows, Handgranaten und Sprengstoff. Wenige Monate zuvor hatte die schwedische Polizei einen bosnischen Muslim festgenommen, in dessen Auto sich zehn Handgranaten, vier Maschinenpistolen und andere Gewehre befanden.

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