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Terrorismus : Wieder mehrere Anschläge in Pakistan

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Bei Angriffen und Anschlägen von Aufständischen in Pakistan sind in diesem Monat schon fast 180 Menschen getötet worden. Auch am Freitag kam es wieder zu Anschlägen mit mehreren Toten. Eine Minenexplosion forderte 18 Opfer.

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          Knapp eine Woche nach Beginn der Offensive gegen die Taliban ist die Atommacht Pakistan am Freitag abermals von einer Welle der Gewalt erschüttert worden. Vor einer Luftwaffenbasis im Norden des Landes riss ein Selbstmordattentäter nach Angaben der Polizei mindestens sieben Menschen mit in den Tod. Bei der Explosion einer Mine wurden Medienberichten zufolge in Nordwest-Pakistan 18 Angehörige einer Hochzeitsgesellschaft getötet, darunter vier Kinder und zwölf Frauen. Bei einem Anschlag auf einer belebten Straße wurden nach Angaben von Rettungskräften in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar mindestens acht Menschen verletzt.

          Die Polizei teilte mit, die Toten des Anschlags nahe der Luftwaffenbasis rund 65 Kilometer nordöstlich von Islamabad seien zwei Angehörige der Luftwaffe und fünf Zivilisten. 14 Menschen seien verletzt worden. Der Attentäter habe sich auf einem Fahrrad in die Luft gesprengt, als er an einer Straßensperre von Sicherheitskräften gestoppt wurde.

          Fast 180 Tote allein im Oktober

          Zu der Minenexplosion kam es im Stammesgebiet Mohmand nahe der afghanischen Grenze. Der Privatsender Geo TV berichtete unter Berufung auf Sicherheitskräfte, 18 Zivilisten seien getötet und sechs weitere verletzt worden. Der Sprengsatz sei neben ihrem Minibus explodiert. Unklar blieb zunächst, ob es sich um eine alte Mine oder um eine frisch gelegte handelte.

          Bei dem Anschlag in Peshawar handelte es sich nach Angaben eines Journalisten am Tatort um eine Autobombe. Der Sprengsatz sei vor einem Restaurant detoniert, das dem Sohn des Vorsitzenden der in der Provinz regierenden Awami National Party gehört. Die säkulare Partei ist ein Gegner der Fundamentalisten.

          Bei Angriffen und Anschlägen von Aufständischen in Pakistan sind in diesem Monat fast 180 Menschen getötet worden. Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag in Islamabad ein Brigadegeneral und sein Fahrer erschossen worden. Der Hinterhalt vom Donnerstag war der zweite Anschlag in der Hauptstadt der Atommacht innerhalb weniger Tage. Am Dienstag hatten sich zwei Selbstmordattentäter in einer islamischen Universität in Islamabad in die Luft gesprengt und sieben Menschen mit in den Tod gerissen.

          Vor dem Hintergrund der Serie blutiger Anschläge und eines Angriffs auf das Hauptquartier der Armee hatten die Streitkräfte am vergangenen Samstag eine Großoffensive gegen die radikal-islamischen Taliban in deren Hochburg Süd-Waziristan begonnen. Die Streitkräfte setzten die Operation nach Medienberichten am Freitag fort. In Süd-Waziristan stehen einander mehr als 30.000 Soldaten und etwa 15.000 schwer bewaffnete Aufständische gegenüber. Bislang wurden nach Angaben der Armee rund 130 Taliban-Kämpfer getötet.

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