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Vorort von Reykjavik : Vier Festnahmen in Island wegen geplanten „Terroranschlags“

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Isländische Polizisten bei einer Trainingsübung in Reykjavik (Symbolbild) Bild: AFP

Auf Island sind am Mittwoch vier Menschen festgenommen worden, die einen Terroranschlag geplant haben sollen. In der Geschichte des kleinen Landes ist das ein bislang einmaliger Vorgang.

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          Die isländische Polizei hat vier Menschen festgenommen, die an der Vorbereitung eines „Terroranschlags“ beteiligt gewesen sein sollen. Sie habe mehrere halbautomatische Waffen, darunter auch welche aus dem 3-D-Drucker, sowie tausende Kugeln Munition an neun verschiedenen Orten beschlagnahmt, teilte die Polizei am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mit.

          Vier Isländer im Alter von etwa 20 Jahren waren nach Polizeiangaben am Mittwoch in Kopavogur, einem Vorort der Hauptstadt Reykjavik, sowie in der Stadt Mosfellsbaer im Südwesten Islands festgenommen worden. Zwei von ihnen befänden sich in Untersuchungshaft.

          Während die Motive des geplanten Anschlags noch unklar waren, soll es sich bei den möglichen Zielen um „verschiedene Institutionen“ und „Bürger des Staates“ handeln, darunter auch das Parlament und die Polizei.

          Nun werde geprüft, ob die Männer Verbindungen zu extremistischen Organisationen oder ausländischen Behörden haben, erklärten die Beamten. „Soweit wir wissen, ist dies das erste Mal, dass eine Untersuchung dieser Art (in Island) eingeleitet wurde“, sagte Polizeivertreter Karl Steinar Valsson.

          Das kleine Land mit rund 375.000 Einwohnern gilt laut Global Peace Index als das „friedlichste Land der Welt“. Island hat eine der weltweit niedrigsten Kriminalitätsraten, allerdings haben auch dort Gewaltverbrechen in den vergangenen Jahren zugenommen.

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