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Terrorismus : Anis Amri soll Kontakt zur IS-Führung gehabt haben

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Verwüstung auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin nach dem Anschlag im Dezember. Bild: AP

Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt wurde wohl von einem einflussreichen IS-Kader gesteuert. Die deutschen Behörden erhielten den Hinweis angeblich von einem Geheimdienst aus dem Nahen Osten.

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          Anis Amri, der Attentäter vom Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz, wurde offenbar von der Führungsebene des „Islamischen Staates“ (IS) gesteuert. Dies geht laut einem Bericht des „Spiegels“ aus einem Hinweis aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an deutsche Sicherheitsbehörden vom 8. Januar hervor.

          Quelle gilt als zuverlässig

          Demnach soll Amri seinen Einsatzbefehl von einem Kader mit dem Kampfnamen Abu Baraa al-Iraki in der IS-Organisation für „externe Operationen“ erhalten haben. Kontakt zum IS soll Amri laut der Bundesanwaltschaft ab spätestens 10. November 2016 gehabt haben. Der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt prüfen den Hinweis.

          Der Name des IS-Kaders ist den deutschen Behörden aus anderen Verfahren gegen als Flüchtlinge getarnte, mutmaßliche IS-Terroristen bekannt. Die Deutschen schätzen die Quelle des Hinweises aus dem Sicherheitsapparat der Emirate als zuverlässig ein.

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