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Nach Anschlag in Barcelona : „Seid zäh und stark, wir lieben Euch!“

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Verzweiflung und Betroffenheit: Der Anschlag eines Kleintransporters in Barcelona sorgt für Aufruhr und Entsetzen. Bild: AP

Nach dem Terroranschlag in Barcelona äußert sich die Bundesregierung entsetzt und erschüttert über das Geschehene. Auch die EU, Donald Trump und zahlreiche Sportler bekunden ihr Beileid und bekräftigen einstimmig ihre Solidarität.

          Bereits kurz nach dem Anschlag in Barcelona, bei dem ein Kleinlaster in eine Menschenmenge auf der Flaniermeile Las Ramblas fuhr, gab es betroffene Reaktionen aus den Reihen von Politikern aus aller Welt. Die Bundesregierung zeigte sich erschüttert gegenüber den Ereignissen. Außenminister Sigmar Gabriel war einer der Ersten, die auf Twitter ihr Beileid bekundeten.

          SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz reagierte ebenso entsetzt auf die Ereignisse in der spanischen Stadt. „Geschockt und wütend über Nachrichten aus Barcelona. Ein feiger Anschlag auf unsere Werte! Meine Gedanken sind bei Opfern und Angehörigen“, twitterte Schulz am Donnerstagabend. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich auf Twitter erschüttert über den Anschlag. "In tiefer Trauer sind wir bei den Opfern des widerwärtigen Anschlags in Barcelona", schrieb er.

          Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte mit: "Wir stehen vereint im Kampf gegen den Terrorismus." EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani bekannte, die gesamte EU sei vereint in der Verteidigung des Friedens. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump lässt sich nach Angaben des Weißen Hauses ständig auf dem Laufenden halten. Man werde alles tun, was nötig sei, um zu helfen, twitterte Trump am Donnerstag in seiner ersten Reaktion. „Seid zäh und stark, wir lieben Euch!" schrieb Trump

          Der spanische König Felipe VI. hat den Anschlag in der Innenstadt von Barcelona scharf verurteilt. „Das sind Mörder, einfach Kriminelle, die uns nicht terrorisieren werden“, schrieb der Palast auf Twitter. Zugleich drückte der Hof seine Solidarität aus: „Ganz Spanien ist Barcelona. Die Ramblas werden wieder für alle da sein“.

          Aus Städten wie Paris und Nizza, die selbst vor nicht allzu langer Zeit von Anschlägen betroffen waren, gab es ebenfalls Solidaritätsbekundungen. „Trauer und Empörung angesichts des Terrorakts, der gerade in Barcelona geschehen ist“, schrieb die Pariser Stadtchefin Anne Hidalgo am Donnerstagabend auf Twitter. „Barcelona und Paris sind Städte des Teilens, der Liebe und der Toleranz. Diese Werte sind stärker als dieser abscheuliche und feige Terrorismus.“ Ähnliche Worte fand auch Christian Estrosi, der Bürgermeister Nizzas.

          Papst Franziskus betet für die Anschlagsopfer in Barcelona. Das Kirchenoberhaupt habe „mit großer Besorgnis“ die Vorgänge in der katalanischen Hauptstadt zur Kenntnis genommen, teilte Vatikansprecher Greg Burke am Donnerstagabend mit. „Der Papst betet für die Opfer dieses Attentats und wünscht seine Nähe zum ganzen spanischen Volk zu bekunden, besonders zu den Verletzten und den Familien der Getöteten“, so Burke.

          Auch Weltfußballer Cristiano Ronaldo und die spanischen Spitzenvereine FC Barcelona und Real Madrid haben ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Tief traurig über den Anschlag auf unsere Stadt. All unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und den Menschen in Barcelona“, twitterte Barça am Donnerstagabend. Der spanische Meister Real Madrid äußerte in dem Kurznachrichtendienst Twitter seine „tiefe Trauer“. Real-Profi Ronaldo schrieb: „Bin bestürzt über die Nachrichten, die aus Barcelona kommen. Alle Unterstützung und Solidarität den Familien und Freunden der Opfer!“

          Der spanische Tennis-Weltranglistenerste Rafael Nadal äußerte sich ebenfalls tief betroffen: „Bin am Boden zerstört über das, was in Barcelona passierte! All meine Unterstützung den betroffenen Familien und der Stadt.“ Auch Manchester City, der Verein des früheren Barcelona- und Bayern-Trainers Pep Guardiola, zeigte sich bestürzt und gedachte der Opfer und Rettungskräfte. Der französische Top-Club Paris Saint-Germain, der vor wenigen Tagen den Brasilianer Neymar für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet hatte, schrieb von einem „tragischen Tag“.

          Bei dem Terroranschlag mit einem Lieferwagen am frühen Nachmittag gab es nach bisherigen offiziellen Angaben einen Toten und 32 Verletzte. Darunter seien zehn Schwerverletzte. Die Zahl der Todesopfer werde wahrscheinlich weiter steigen, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn am Abend. Lokale Medien hatten zuvor dagegen übereinstimmend von bis zu zwölf Toten berichtet.

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