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Attentat in New York : Was wir wissen – und was nicht

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Festgenommen: Der Fahrer des Kleinlasters ist Sayfullo S., ein 29-Jähriger aus Usbekistan. Bild: AFP

In New York rast ein Mann mit einem Wagen über einen Fußgänger- und Fahrradweg, acht Menschen sterben. Was wissen wir aktuell über das Attentat in New York – und was nicht? Ein Überblick.

          In Manhattan rammt ein Kleinlaster mehrere Radfahrer sowie einen Schulbus und tötet dabei acht Menschen. Danach fallen Schüsse, der Fahrer wird angeschossen und festgenommen. Bürgermeister de Blasio spricht von einem „Akt des Terrors“ – auch Präsident Donald Trump, der eine Verschärfung der Einreisekontrollen und Änderungen bei der Visa-Vergabe angekündigt hat, bezeichnet die Ereignisse als Terroranschlag.

          Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte am Mittwoch dem Fernsehsender CNN, der Attentäter habe in Verbindung zur Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) gestanden. Damit ist das Attentat der schwerste islamistische Anschlag in New York seit dem Flugzeug-Attentat auf das World Trade Center, bei dem am 11. September 2001 mehr als 2500 Menschen getötet wurden.

          Was wir wissen

          * Die Tat: Am Dienstagnachmittag gegen 15.00 Uhr steuert ein Mann einen gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg im Südwesten Manhattans. Er überfährt und rammt mehrere Menschen. Auf Höhe der Chambers Street direkt vor einer High School in der Nähe des ehemaligen World Trade Centers kollidiert der Truck mit einem Schulbus und kommt zum Stehen. Der Mann steigt aus und hält zwei Waffen in die Luft. Später stellt sich heraus, dass es sich um ein Paintball- sowie ein Luftgewehr handelt. Ein Polizist schießt dem Mann in den Bauch, er wird festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden stufen die Tat als Terrorakt ein.

          * Der Täter: Der Fahrer des Wagens ist nach Angaben der Polizei 29 Jahre alt – mit dem Namen Sayfullo S. Er ist 2010 in die Vereinigten Staaten gekommen. Nach offiziellen amerikanischen Angaben vom Mittwoch stammt der Mann aus Usbekistan und hat die Tat im Namen des IS begangen. In seinem Wagen ist demnach eine handgeschriebene Notiz mit Sympathiebekundungen für den IS gefunden worden. Er habe sich innerhalb der Vereinigten Staaten radikalisiert, hieß es. Der Polizei zufolge soll S. die Tat schon wochenlang geplant haben. Nach Angaben des Unternehmens Uber fuhr er in den vergangenen sechs Monaten Taxi – insgesamt mehr als 1400 Fahrten.

          * Die Opfer: Sechs Menschen sterben noch am Tatort, zwei erliegen im Krankenhaus ihren Verletzungen: fünf Argentinier, zwei Amerikaner und eine Belgierin. Elf weitere Menschen werden nach Angaben der Feuerwehr in Kliniken behandelt, darunter eine Deutsche. Das erklärte das Auswärtige Amt in Berlin am Mittwochmorgen. Die Verletzten haben nach Angaben der Behörden in New York teils schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.

          Was wir nicht sicher wissen

          * Der Täter: Der Attentäter soll sich legal mit einer Green Card in den Vereinigten Staaten aufgehalten haben, berichtete unter anderem die Zeitung „New York Times“. Er habe zunächst in Tampa im Bundesstaat Florida gelebt und sich dann in New Jersey bei New York aufgehalten, wo auch der Kleinlaster gemietet worden sein soll. Ein Bekannter des Mannes sagte dem „Cincinnati Enquirer“, dass S. verheiratet sei und mit seiner Familie in einem Vorort von Cincinnati gelebt habe. „Er arbeitete immer“, sagte der Bekannte über den Täter. Medienberichten zufolge war er auf dem Radar der Strafverfolgungsbehörden, nachdem er in Kontakt mit einem anderen usbekischen Terrorverdächtigen gestanden hatte.

          Was wir nicht wissen

          * Die Opfer: Details zu den Opfern, etwa ihr Alter oder ihr Name, gab es zunächst nicht.

          * Der Wagen: Es ist unklar, wo der Pick-up-Truck gemietet wurde.

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