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Machtübernahme in Afghanistan : Was erwarten die arabischen Monarchien von den Taliban?

Aus Kabul ausgeflogene Menschen am 20. August in Qatar Bild: U.S. Central Command Public Affa

Die arabischen Monarchien pflegen traditionell enge Beziehungen zu Afghanistan. Aber wie groß ist ihr Einfluss auf die Taliban? Eine Analyse.

          4 Min.

          Qatar profiliert sich als Vermittler, der afghanische Präsident Aschraf Ghani ist in die Vereinigten Arabischen Emirate geflohen – die engen Verbindungen zwischen Afghanistan und den arabischen Golfstaaten sind im Zuge des militärischen Sieges der Taliban offensichtlich geworden. Das Land ist seit langem von Bedeutung für die Monarchien am Golf. Führungsmächte wie Saudi-Arabien betrachten Afghanistan als Teil ihrer Nachbarschaft. Es gibt jahrhundertealte Bande über Handelsnetze, die von den arabischen Küsten bis in die Metropolen Südasiens reichen. Jetzt müssen sich die Golfstaaten wieder einmal mit neuen Machtverhältnissen in Kabul arrangieren.

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.

          Derzeit spielt das kleine Emirat Qatar eine der prominentesten Rollen überhaupt in Afghanistan. Die Führung in Doha versucht, auf die Taliban einzuwirken, sich als gemäßigte Sieger aufzuführen. Zugleich agiert sie als wichtiger Unterhändler in den Evakuierungsaktionen.

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