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In Feindschaft vereint : Nun kämpfen die Taliban gegen den „Islamischen Staat“

Extreme Gewalt: nach dem Anschlag auf den Flughafen in Kabul im August Bild: AFP

Nach einer Reihe von Anschlägen verstärken die Taliban den Druck auf die IS-Kämpfer im Land. Dabei könnten sie auf die Hilfe der Amerikaner setzen. US-Kräfte sollen sich schon früher scherzhaft selbst „Taliban Air Force“ genannt haben.

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          Die Taliban nehmen die Situation ernst. Nach einer Reihe von Anschlägen in Dschalalabad gaben sie Mitte dieser Woche bekannt, dass sie Spezialeinheiten gegen die IS-Kämpfer im Osten des Landes einsetzen würden. Von einigen Toten und Gefangenen war die Rede. Bei Bombenexplosionen waren in den vergangenen Wochen in Dschalalabad, das etwa auf halber Strecke zwischen Kabul und der pakistanischen Grenze liegt, mehrere Taliban getötet worden. In einer Telegram-Nachricht brüstete sich der afghanische IS-Ableger „ISKP“ sogar mit bis zu 35 toten Taliban-Kämpfern. Eine Bestätigung dafür gab es nicht.

          Alexander Haneke
          Redakteur in der Politik.

          Mit jedem Anschlag von ISKP wird deutlicher, dass die Taliban ihr Versprechen nicht so leicht einlösen können, das sie mit ihrer Machtübernahme in Afghanistan verbanden. Nach vier Jahrzehnten von Krieg und Gewalt sollte endlich Ruhe herrschen. Die Taliban, die bis vor Kurzem selbst mit blutigen Terroranschlägen gegen die Regierung in Kabul vorgegangen waren und für zahllose Opfer unter der Zivilbevölkerung sorgten, finden sich nun in einer neuen Rolle wieder.

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