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Dutzende Tote : Taliban bekennen sich zu Anschlägen in Afghanistan

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Aschraf Ghani, Präsident von Afghanistan, schreitet Mitte August eine Ehrenwache ab. Beim Anschlag am Dienstag blieb er unverletzt. Bild: dpa

Bei einer Wahlkampfveranstaltung des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani hat ein Selbstmordattentäter mindestens 24 Menschen getötet. Der Präsident blieb unverletzt. Auch im Zentrum Kabuls gab es eine Explosion.

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          In Afghanistan sind bei zwei Anschlägen mindestens 46 Menschen getötet worden. Zudem wurden bei den Explosionen in der Hauptstadt Kabul und in der Provinz Parwan Dutzende Menschen verletzt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Die radikal-islamischen Taliban reklamierten beide Taten für sich. Ziel seien afghanische Sicherheitskräfte gewesen.

          Allein 24 Menschen wurden bei einem Selbstmordanschlag am Eingang einer Wahlkampfveranstaltung mit Präsident Ashraf Ghani in der Provinzhauptstadt Charikar nördlich von Kabul getötet. Präsident Ghani sei aber unversehrt, sagte ein Sprecher. Die meisten Opfer seien Zivilisten, unter ihnen Frauen und Kinder. Ghani sollte bei der Wahlkampfveranstaltung auftreten, als ein Selbstmordattentäter den Angriff verübte.

          Sicherheitsmaßnahmen verschärft

          Ghani stellt sich am 28. September zur Wiederwahl für eine zweite fünfjährige Amtszeit. Die Taliban hatten angekündigt, den Widerstand gegen die afghanischen und ausländischen Streitkräfte zu intensivieren, um die Menschen von der Präsidentenwahl abzuhalten. Nach den Drohungen der Taliban sind bei Kundgebungen im ganzen Land die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden.

          Wahlhelfer bereiten die Wahlboxen für die Präsidentschaftswahl in Afghanistan am 28. September vor.

          Bei einer weiteren Explosion im Zentrum Kabuls wurden nach Polizeiangaben mindestens 22 Menschen getötet. Noch werde untersucht, ob es sich dabei ebenfalls um einen Selbstmordanschlag gehandelt habe oder ob mit einem Magneten eine Bombe an einem Motorrad angebracht worden sei.

          Vergangene Woche waren Friedensgespräche der Vereinigten Staaten mit Vertretern der Taliban gescheitert. Im Gegenzug für den Abzug Tausender amerikanischer Soldaten aus dem zentralasiatischen Land hatten die Vereinigten Staaten Garantien dafür verlangt, dass Afghanistan nicht als Basis für Anschläge auf die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten diene.

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