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Drei Attentate an einem Tag : Taliban bekennen sich zu Anschlägen in Afghanistan und Pakistan

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Nach dem Selbstmordattentat werden die Verletzten am Montag in einem Kabuler Krankenhaus versorgt. Bild: EPA

Keine Ruhe in Sicht: Am Montagmorgen explodierte in Afghanistan eine Autobombe, bereits am Sonntag war ein Krankenhaus angegriffen worden. Nun kam es zu einem weiteren Anschlag in Pakistan.

          Bei einem Selbstmordanschlag in der ostpakistanischen Großstadt Lahore sind mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter viele Polizisten. 52 weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Rettungskräfte am Montag mit.

          Zu der Tat bekannten sich die pakistanischen Taliban. Das Attentat ereignete sich in der Nähe eines Technologieparks in der Innenstadt. Ziel des Anschlags waren nach Darstellung der Polizei Beamte, die Straßenhändler vertreiben sollten. Der Attentäter sei mit einem Motorrad in einen Polizeikontrollpunkt gerast. Das Innenministerium erklärte, die Zahl der Todesopfer könne noch steigen.Die pakistanischen Taliban sind lose mit den Taliban in Afghanistan verbündet.

          Dort hatten am Sonntag offenbar ebenfalls die radikalislamischen Taliban einen verheerenden Angriff auf ein Krankenhaus verübt. Bei der Attacke auf die Klinik in der Provinz Ghor im Zentrum des Landes wurden mindestens 35 Menschen getötet, wie ein Präsidentensprecher am Montag mitteilte. Der Angriff auf das Krankenhaus sei ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gewesen.

          Der Sprecher von Staatschef Aschraf Ghani sagte weiter, alle im Krankenhaus Getöteten seien Zivilisten. Zunächst war nicht klar, ob es sich bei den Opfern um Mitglieder des medizinischen Personals oder um Patienten handelte. Das Präsidialamt bestätigte mit seinen Angaben erste Berichte vom Sonntag aus der abgelegenen Region, in der sich der Angriff ereignete.

          In der Hauptstadt Kabul wurden am Montagmorgen mindestens 26 Menschen bei einem Anschlag mit einer Autobombe getötet. Die Bombe traf einen Bus, der Mitarbeiter des Bergbauministeriums beförderte, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte.

          Der Anschlag ereignete sich während des Berufsverkehrs in einem mehrheitlich von der schiitischen Hasara-Minderheit bewohnten Stadtteil im Westen Kabuls. Die Taliban bekannten sich auf Twitter auch zu diesem Angriff und erklärten, sie hätten einen Bus getroffen, der Mitarbeiter des afghanischen Geheimdienstes transportiert habe. Zahlreiche Augenzeugen berichteten jedoch, im Bus hätten zum größten Teil Zivilisten gesessen.

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