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Tadschikistan : Der größte Kritiker der Taliban

Immer ein waches Auge auf das Nachbarland: Tadschikische Grenzposten an der Grenze zu Afghanistan Bild: Reuters

Die Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan verschafft dem tadschikischen Präsidenten ungeahnte Aufmerksamkeit. Er profiliert sich als größter Kritiker der Islamisten.

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          Die Kämpfer von Ahmad Massoud leisten im Pandschir-Tal weiterhin Widerstand gegen die Taliban. Die Lage ist unübersichtlich, doch die Islamisten haben wohl einen Großteil von ihnen in Nebentäler zurückgedrängt. Nach der Einnahme Kabuls galt das Gebiet rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt wochenlang als einzige Provinz, in der die Taliban noch nicht die Macht übernommen hatten. Nun flüchten auch von dort Hunderte Menschen, weil sie den Zusicherungen der Taliban nicht glauben.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Besonders besorgt über die Lage in Pandschir, wo ein Großteil der Einwohner tadschikische Afghanen sind, zeigt sich Tadschikistans Präsident Emomali Rahmon. Ihm zufolge blockierten die Taliban vollständig den Zugang zu Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Produkten. Er warnte in der vergangenen Woche vor einer humanitären Krise in Pandschir. Doch Rahmon tritt nicht nur als Kümmerer auf. Derzeit geriert er sich als größter Kritiker der Taliban-Regierung.

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