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Detonationen nahe Damaskus : Syrische Luftabwehr offenbar im Einsatz gegen „feindliche Ziele“

  • Aktualisiert am

Die syrische Luftabwehr hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana „feindliche Ziele“ abgeschossen. Bild: dpa

Syrische Medien berichten von Angriffen der Luftwaffe, Bewohner erzählen von schweren Explosionen außerhalb der Hauptstadt Damaskus. Das genaue Ziel bleibt jedoch unklar – denn die staatlichen Behörden halten sich bedeckt.

          Die syrische Luftabwehr hat nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana am Dienstagabend „feindliche Ziele“ westlich der Hauptstadt Damaskus abgeschossen. In Damaskus seien schwere Explosionen außerhalb der Stadt zu hören gewesen, sagte ein Bewohner der Deutschen Presse-Agentur. Die Detonationen habe es offenbar in der Gegend des Militärflughafens Mezze im Westen und in einem Gebiet nordwestlich der Hauptstadt gegeben. Über das genaue Ziel der Angriffe sowie mögliche Opfer oder Schäden gab es zunächst keine offiziellen Angaben der syrischen Behörden.

          Die als gut informiert und zuverlässig geltende syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete, die Angriffe hätten sich gegen ein Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und ihrer libanesischen Verbündeten von der Miliz der schiitischen Hisbollah gerichtet.

          Im libanesischen Grenzgebiet zu Syrien berichteten Menschen, sie hätten das Dröhnen von Jets gehört und die Vermutung geäußert, israelische Flugzeuge hätten den libanesischen Luftraum für Angriffe im benachbarten Syrien benutzt.

          Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte: „Wir äußern uns nicht zu ausländischen Berichten.“ Sie betonte jedoch, die israelische Luftabwehr sei gegen eine in Syrien abgefeuerte Luftabwehrrakete aktiviert worden. Es gebe keine Verletzten oder Schäden. Zuvor hatten Bewohner der israelischen Küstenstadt Hadera zwischen Haifa und Tel Aviv von lauten Explosionen berichtet.

          Israel hat wiederholt betont, dass es keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete der Regierung von Staatschef Baschar al-Assad und unterstützt ihn in dem seit sieben Jahren andauernden innersyrischen Krieg militärisch.

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