Syrische Flüchtlinge in Bulgarien :
Unerwünschte Gäste im Armenhaus

Von Ann-Dorit Boy, Sofia
Lesezeit: 8 Min.
Große Pause: Syrische Flüchtlingskinder vor einer ehemaligen Schule am Stadtrand der bulgarischen Hauptstadt Sofia
Der Ansturm Tausender syrischer Flüchtlinge hat Bulgarien unvorbereitet getroffen. Das Land braucht die Hilfe der EU und muss gegen Rassismus kämpfen.

Gewünscht hat sich das alles niemand. Azab Zwareey, die syrische junge Mutter, wollte nicht mit ihren fünf Kindern und dem halbwüchsigen Neffen in einem ehemaligen Schulgebäude am Rand der bulgarischen Hauptstadt Sofia stranden. Ganz sicher wollte sie nicht von sieben Euro am Tag die ganze Sippschaft ernähren müssen und sich die Etagentoilette mit 140 anderen Flüchtlingen teilen. Sie hat nicht gewollt, dass ihre Kinder gelangweilt herumsitzen, anstatt zur Schule und zur Universität zu gehen.

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