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Widerstand gegen Russland : Syrische Rebellen lehnen Friedenskonferenz in Sotschi ab

  • Aktualisiert am

Die syrische Stadt Raqqa im Dezember Bild: AFP

Dutzende Rebellengruppen boykottieren die von Russland geplanten Friedensgespräche in Sotschi. In einer gemeinsamen Erklärung reden sie Klartext.

          Syrische Rebellengruppen lehnen die von Russland angeregte Friedenskonferenz in Sotschi ab. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung hervor. Unterzeichnet haben sie etwa 40 Gruppen, unter ihnen Milizenverbände, die an früheren Runden der Friedensgespräche unter Leitung der Vereinten Nationen (UN) in Genf teilnahmen. „Russland ist ein Aggressorstaat, der Kriegsverbrechen gegen Syrer begangen hat“, heißt es in der Erklärung.

          Die Regierung in Moskau stützt Syriens Präsidenten Baschar al Assad militärisch und hat ihn damit vor dem Untergang bewahrt. Nach Angaben von Aufständischen kamen in dem Bürgerkrieg bei willkürlichen russischen Luftangriffen abseits der Front Hunderte Zivilisten ums Leben. Russland hat stets beteuert, nur feindliche Kämpfer anzugreifen.

          Auf Anregung der russischen Regierung soll am 29. und 30. Januar eine Syrien-Konferenz im russischen Sotschi stattfinden. Sie ist Teil von Friedensbemühungen, die Russland seit geraumer Zeit gemeinsam mit der Türkei und Iran vorantreibt. Die drei Staaten haben bereits Friedensgespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana initiiert. Parallel dazu finden Verhandlungen unter Leitung der UN in Genf statt.

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