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Syrische Grenze : Kinder von IS-Kämpfern an Deutschland übergeben

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Verwandte von IS-Kämpfern sitzen bewacht von Kämpferinnen der Syrischen Demokratischen Kräfte Anfang Juni im Flüchtlingslager Al Hol in der Provinz Hasakeh. Bild: dpa

Drei Waisen und ein halbwaises, schwerkrankes Kind sind am Montag am Grenzübergang Simalka in Empfang genommen worden. Laut Außenminister Maas werden es nicht die Letzten sein.

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          Die kurdischen Behörden im Nordosten Syriens haben vier Kinder von deutschen Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) an Deutschland übergeben. Eine Delegation aus Deutschland habe die Kinder am Montag in Empfang genommen, sagte der Behördenvertreter Fanar Kait, der in der kurdischen Selbstverwaltung für Auswärtige Angelegenheiten zuständig ist, bei einer Pressekonferenz am Grenzübergang Simalka.

          Seinen Angaben zufolge handelt es sich um drei Waisenkinder, die Mutter und Vater verloren haben. Das dritte Kind hat demnach nur keinen Vater mehr. Weil es schwer krank sei, habe die Mutter aber einer Ausreise zugestimmt.

          Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin bestätigte, dass vier Kinder, die sich bislang in Nordsyrien in Gewahrsam befunden hätten, an der irakisch-syrischen Grenze von Mitarbeitern des deutschen Generalkonsulats in Arbil in Empfang genommen worden seien.

          Die Kinder sollen ihren Angaben zufolge nun an ihre Angehörigen übergeben werden. Von Arbil aus „reisen Kinder und Angehörige nach unserer Kenntnis nach Deutschland aus“, fügte die Sprecherin hinzu.

          Die Bundesregierung arbeitet derweil nach den Worten von Außenminister Heiko Maas (SPD) unter schwierigen Bedingungen daran, weitere Kinder von IS-Kämpfern nach Deutschland zu holen. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch weitere Kinder Syrien verlassen können“, sagte Maas am Montag in Berlin.

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