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Syrien-Konflikt : Amerika besorgt wegen russischer Militärpräsenz

  • Aktualisiert am

John Kerry (rechts) ist besorgt über die russische Präsenz in Syrien und spricht mit Sergej Lawrow. Bild: AFP

Russland bereitet offenbar ein Flugfeld nahe der Hafenstadt Latakia vor. Die amerikanische Regierung versucht die verstärkt russische Präsenz in Syrien zu verhindern.

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          Die amerikanische Regierung versucht auf diplomatischem Weg, eine verstärkte russische Militärpräsenz in Syrien zu verhindern. Außenminister John Kerry sprach nach Angaben seines Ministeriums mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, um die Besorgnis der amerikanischen Regierung über Berichte zu unterstreichen. Diesen zufolge hat Russland Kriegsschiffe und Flugzeuge nach Syrien verlegt. Sollten die Berichte stimmen, würde dies zu noch mehr Gewalt in der Region beitragen, warnte Kerry.

          Auch das Präsidialamt der Vereinigten Staaten zeigte sich „tief besorgt“ über die neue Entwicklung. Man begrüße das Engagement gegen die Islamisten-Miliz IS, sagte ein Sprecher von Präsident Barack Obama. Allerdings wäre es skrupellos, das Regime von Präsident Baschar al Assad zu unterstützen. Ähnlich äußerte sich auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der französische Außenminister Laurent Fabius.

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          Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte zuvor Russland, aber auch Frankreich und Großbritannien vor einem stärkeren militärischen Eingreifen in den syrischen Bürgerkrieg gewarnt. „Es kann nicht sein, dass jetzt wichtige Partner, die wir brauchen, auf die militärische Karte setzen“, sagte er im Bundestag. Frankreich und Großbritannien erwägen, Luftangriffe gegen die Terrormiliz IS in Syrien zu fliegen.

          Nach Angaben der Vereinigten Staaten hat Russland seit Dienstag zwei Landungsschiffe, die auch Panzer transportieren können, zusätzliche Flugzeuge und eine kleine Zahl Marineinfanteristen nach Syrien geschickt. Offenbar gehe es darum, ein Flugfeld nahe der Hafenstadt Latakia vorzubereiten. Die Gegend ist eine Hochburg des syrischen Präsidenten Baschar al Assad, dessen Schutzmacht Russland ist.

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