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Trump zu Syrien-Konflikt : „Die Kurden haben uns nicht in der Normandie geholfen“

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Donald Trump hat den Abzug von amerikanischen Truppen in Syrien mit einem gewagten historischen Vergleich begründet. Bild: EPA

Den Truppenabzug aus Syrien hat Donald Trump mit einem gewagten historischen Vergleich begründet. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten erntet auch unter Republikanern massive Kritik.

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          Amerikas Präsident Donald Trump verteidigt den Abzug seiner Truppen aus Nordsyrien gegen Kritik auch aus der eignen Partei. Bei seiner Argumentation hat sich Trump eines äußerst gewagten historischen Vergleichs bedient: Die jetzt von einer türkischen Militäroffensive betroffenen Kurden hätten die Vereinigten Staaten schließlich nicht im Zweiten Weltkrieg und bei der Alliierten-Landung in der Normandie 1944 unterstützt.

          „Sie haben uns nicht im Zweiten Weltkrieg geholfen, sie haben uns beispielsweise nicht mit der Normandie geholfen“, sagte Trump am Mittwoch in Washington. Die Kurden würden vielmehr für „ihr Land“ kämpfen. Die Vereinigten Staaten hätten den Kurden bereits viel Unterstützung zukommen lassen, führte Trump aus. „Wir haben enorme Geldbeträge ausgegeben, um den Kurden zu helfen, mit Munition, mit Waffen, mit Geld, mit Sold.“ Zugleich betonte Trump: „Wir mögen die Kurden“.

          Kritik von republikanischem Senator Graham

          Zu den Vorhaltungen, einige inhaftierte Kämpfer des „Islamischen Staats“ (IS) könnten im Chaos der türkischen Angriffe entkommen und woanders eine Bedrohung darstellen, spielte Trump eine Gefahr für sein Heimatland herunter. „Nun, sie werden nach Europa fliehen. Dort wollen sie hin“, sagte er am Mittwoch.

          Senator Lindsey Graham – einer der engsten Vertrauten von Trump im Kongress und Republikaner wie er – kritisierte den Präsidenten offen: „Dies ist die Mentalität vor dem 11. September, die den Weg für den 11. September ebnete: Was in Afghanistan passiert, geht uns nichts an. Wenn er damit weitermacht, ist dies der größte Fehler seiner Präsidentschaft“, sagte Graham dem Sender „Fox News“ mit Blick auf die Angriffe von Islamisten in den Vereinigten Staaten mit vier gekaperten Flugzeugen im Jahr 2001.

          Auch Liz Cheney aus der Fraktionsführung der Republikaner im Repräsentantenhaus kritisierte Trump. Seine Entscheidung werde „schlimme und vorhersehbare Folgen“ haben. „Die Vereinigten Staaten lassen unsere verbündeten Kurden im Stich, die vor Ort gegen den „Islamischen Staat“ (IS) gekämpft und zum Schutz des Heimatlandes beigetragen haben. Diese Entscheidung hilft den Gegnern Amerikas, Russland, Iran und der Türkei und ebnet den Weg für ein Wiederaufleben des IS.“ Sie kündigte an: „Der Kongress muss und wird handeln, um die katastrophalen Auswirkungen dieser Entscheidung zu begrenzen.“

          Amerikas Außenminister Mike Pompeo verteidigt den Truppenrückzug. „Die Vereinigten Staaten haben der Türkei kein grünes Licht für eine Invasion in Syrien gegeben“, sagte er dem Sender PBS. Er fügte hinzu, Ankara habe „berechtigte Sicherheitsbedenken“ und Präsident Donald Trump habe beschlossen, amerikanische Soldaten in Sicherheit zu bringen.

          Mit dem Truppenabzug ebneten die Vereinigten Staaten den Weg für einen Militäreinsatz der Türkei gegen die Kurden-Miliz YPG in Nordsyrien. Ungeachtet massiver internationaler Kritik hat am Mittwoch der türkische Militäreinsatz im Nordosten Syriens begonnen.

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