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Syrien-Offensive : Erdogans hoher Einsatz

Kämpfer der türkischen Freien Armee üben am 7. Oktober für den Einmarsch in der Türkei. Bild: AP

Bei zwei Operationen in Nordsyrien wurde der Wagemut des türkischen Präsidenten bereits belohnt. Nun dürfte der Widerstand ungleich größer sein.

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          Der türkische Präsident Tayyip Erdogan ist bekannt dafür, auch einen großen Einsatz nicht zu scheuen. Bei zwei Operationen in Nordsyrien wurde sein Wagemut bereits belohnt. Die Türkei erreichte jeweils einen großen Teil ihrer Kriegsziele.

          Die dritte Operation, genannt „Friedensquelle“, ist aber ungleich größer. Die türkische Führung hat sie am Mittwoch begonnen, obwohl die maßgeblichen Verbündeten das Nato-Land davor gewarnt hatten und obwohl Ankara nicht von einem einzigen wichtigen Akteur in Syrien Rückendeckung erhält.

          Zudem dürfte der Widerstand, dem die türkische Armee ausgesetzt sein wird, ungleich größer sein als bei den ersten zwei Operationen. Sie wird sich der syrischen Armee gegenübersehen, an deren Seite Russland und Iran stehen.

          Keineswegs ausgemacht ist, dass die syrischen Flüchtlinge, deren Zahl Erdogan in der Türkei halbieren will, tatsächlich dem Ruf folgen und sich in Nordsyrien ansiedeln lassen, woher die wenigsten kommen. Auch darin steckt Konfliktpotential. Jedoch gelingt es Erdogan mit diesem Krieg, das gespaltene Land hinter sich zu vereinen.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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