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Syrien-Kommentar : Lachender Sieger Assad

Der Krieg in Syrien tobt weiter, die Lage ist unübersichtlich. Innerhalb von 48 Stunden starben über 250 Menschen bei Angriffen auf die Rebellen-Hochburg Ost-Ghuta. Das Chaos spielt dem Assad-Regime in die Hände.

          Der Krieg in Syrien ebbt nach fast sieben Jahren keineswegs ab. Er fordert im Gegenteil von Monat zu Monat wieder mehr Opfer, denn zu den bisherigen Fronten kommen immer neue hinzu. Noch immer bekämpft das Regime die Rebellen, derzeit in einem Vernichtungskrieg im Osten von Damaskus.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Untergetaucht sind unterdessen Tausende IS-Kämpfer; dabei werfen die syrischen Kurden der Türkei vor, in ihrem Krieg gegen die kurdische Enklave Afrin auch auf IS-Söldner zurückzugreifen. An dem Krieg um Afrin sind die meisten anderen Akteure in Syrien direkt oder indirekt beteiligt: Amerika will die Türkei nicht noch mehr verärgern und lässt sie gewähren; die Türkei will eine Pufferzone auf syrischem Territorium errichten; Russland mischt sich nicht ein, um die syrischen Kurden in die Arme des Damaszener Regimes zu treiben; iranische Milizen würden gerne die Kontrolle über die Grenze zur Türkei zu übernehmen.

          Der lachende Sieger ist das Regime Assad, das bei dieser Konstellation seinen Herrschaftsbereich erweitert, ohne zu einer Reform des politischen Systems gezwungen zu sein.

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