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Attacke mit Raketen : Syrien beklagt Angriff durch Anti-IS-Koalition

  • Aktualisiert am

Immer wieder steigt in Syrien nach Angriffen – wir hier im Juli in Daraa – dunkler Rauch auf. Bild: AFP

Die syrische Armee behauptet, ihre Stellungen seien beschossen worden. Die Raketen hätten aber nur Material getroffen. Die internationale Koalition weist den Vorwurf zurück. Ein ranghoher IS-Kommandeur sei Ziel der Aktion gewesen.

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          Syrien hat der von den Vereinigten Staaten angeführten Anti-IS-Koalition Raketenangriffe auf Stellungen seiner Armee vorgeworfen. Dabei sei am Sonntagabend in den Ghorab-Bergen südlich der Wüstenstadt al-Suchna aber lediglich Material beschädigt worden, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärquellen.

          Ein Sprecher der Anti-IS-Koalition bezeichnete die Angaben als „falsch“. Ziel der „Präzisionsangriffe“ sei vielmehr ein ranghoher Anführer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) gewesen, der an der Ermordung des in Syrien entführten Amerikaners Peter Kassig im Jahr 2014 beteiligt gewesen sei.

          Der IS-Anführer namens Abu al-Umarain sei auch an der Hinrichtung anderer westlicher Gefangener beteiligt gewesen, sagte der Militärsprecher. Er habe zudem Anweisungen gegeben, die eine „Gefahr“ für die Truppen der Anti-IS-Koalition dargestellt hätten.

          Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach allerdings ebenfalls von einem Angriff auf syrische Truppen. In der Region Al-Tanf stationierte Einheiten der Anti-IS-Koalition hätten einen syrischen Armee-Konvoi mit mindestens 14 Raketen beschossen. Der Konvoi habe sich in der Wüste rund 35 Kilometer entfernt vom Stützpunkt Al-Tanf befunden.

          In dem Stützpunkt sind britische und amerikanische Soldaten stationiert, die im Kampf gegen den IS im Einsatz sind. Damaskus hat die Vereinigten Staaten aufgefordert, ihre Kräfte aus dem Gebiet nahe der Grenzen zu Jordanien und dem Irak abzuziehen.

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