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Syrien : Assads Schwester angeblich ins Ausland geflohen

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Weiter Kämpfe in und um Aleppo: syrischer Soldat am Sonntag im Viertel al Arqub Bild: AFP

Die Schwester Baschar al Assads ist angeblich ins Ausland geflohen - aus Sorge um ihre Kinder, hieß es in Medienberichten. In New York erstattet unterdessen an diesem Montag der neue Syrien-Gesandte Brahimi erstmals Bericht vor den UN.

          Die Schwester des syrischen Präsidenten Baschar al Assad hat sich angeblich mit ihren Kindern nach Dubai abgesetzt. Hintergrund seien Auseinandersetzungen innerhalb der alawitischen Elite in Syrien, zu der auch die Familie Assad gehört, zitierte der arabische Fernsehsender al Arabija am Montag eine mit der Angelegenheit vertraute Gewährsperson. Buschra Assad sei um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt gewesen. Ihr Ehemann Assef Schaukat, der stellvertretende Generalstabschef der syrischen Streitkräfte, war Mitte Juli bei einem Anschlag getötet worden.

          Der neue Syrienbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, wird unterdessen an diesem Montag erstmals den UN-Sicherheitsrat über die Lage in dem Bürgerkriegsland informieren. Der Nachfolger Kofi Annans hatte in den vergangenen Tagen die Region besucht und zahlreiche Gespräche geführt. Von der nichtöffentlichen Sitzung unter turnusgemäßem Vorsitz Deutschlands werden allerdings keine konkreten Ergebnisse erwartet.

          Westerwelle: Haltung Mursis vorbildlich

          Außenminister Westerwelle sagte nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York, die Weltgemeinschaft könne zur Gewalt in Syrien nicht schweigen. Der FDP-Politiker appellierte zum wiederholten Mal an die Veto-Mächte Russland und China, im UN-Sicherheitsrat einem härteren Vorgehen gegen Assad zuzustimmen.

          Westerwelle begrüßte darüber hinaus die klare Haltung wichtiger arabischer Führer wie des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zur Verurteilung des Assad-Regimes und sagte, daran sollten sich andere Staaten ein Beispiel nehmen. „Ich hoffe, dass diese klaren Signale aus der Region hier in New York von all denen gehört werden, die bisher zögerlich waren, Assad zu verurteilen und auf einen politischen Neuanfang in Syrien zu dringen“, sagte Westerwelle.

          In seinem ersten Interview für das ägyptische Staatsfernsehen
          hatte Mursi die syrische Regierung aufgefordert, das Blutvergießen
          zu beenden. Zur Lösung des Syrien-Konflikts setzt Mursi vor allem auf das von ihm ins Leben gerufene „islamische Quartett“, dem neben Ägypten die Türkei, Saudi-Arabien und Iran angehören.

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