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Südsudan : Zwei Millionen Kinder auf der Flucht

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Ein sechsjähriger Junge aus dem Südsudan in einem Lager in Uganda. Viele der Flüchtlinge sind jünger als ihr erst 2011 unabhängig gewordenes Land. Bild: AP

„Unglaublich Besorgnis erregend“ ist für das UN-Flüchtlingshilfswerk die Lage im Südsudan. Vor allem Kinder werden durch den Bürgerkrieg vertrieben.

          Der Bürgerkrieg im Südsudan hat mehr als zwei Millionen Kinder aus ihrem Zuhause vertrieben. Das teilten die UN-Hilfswerke für Kinder (Unicef) und Flüchtlinge (UNHCR) mit. Allein unter den 1,8 Millionen Flüchtlingen, die das Land verlassen und vor allem in Uganda, Kenia, Äthiopien und dem Sudan Schutz gesucht haben, sind demnach 62 Prozent Kinder. Hinzu kommen mehr als eine Million minderjährige Binnenflüchtlinge.

          „Keine der heutigen Flüchtlingskrisen beunruhigt mich mehr als die im Südsudan“, sagte der für Afrika zuständige UNHCR-Direktor Valentin Tapsoba. „Dass fliehende Kinder zum prägenden Gesicht dieser Katastrophe werden, ist unglaublich Besorgnis erregend.“

          Der Südsudan hatte im Juli 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt. Der Bürgerkrieg war Ende 2013 in Folge eines Machtkampfs zwischen Präsident Salva Kiir und dessen damaligem Stellvertreter Riek Machar ausgebrochen. Seither fielen Zehntausende Menschen dem Konflikt zum Opfer, mehr als 3,5 Millionen flohen vor der Gewalt. Im ganzen Land sind rund 5,5 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

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