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Südsudan : Überwältigende Mehrheit für Unabhängigkeit

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Ein Südusudanese fährt mit der Flagge seines neuen Staates über die Straßen Jubas. Bild: Marcus Kaufhold

Die Bevölkerung im Südsudan hat mit großer Mehrheit für die Loslösung vom Norden gestimmt. Nach den am Freitag veröffentlichten ersten amtlichen Ergebnissen sprachen sich nach Auszählung von mehr als 80 Prozent der Stimmen fast 99 Prozent der Wähler für die Unabhängigkeit aus.

          Im Südsudan zeichnet sich ein überwältigendes Votum für einen unabhängigen Staat aus. Nach der Auszählung von 3,2 Millionen Stimmen sprachen sich die Wähler auf 99 Prozent aller gültigen Wahlzettel für eine Trennung vom Norden und einen eigenen Staat aus. Das teilte die Referendumskommission am Freitag auf ihrer Webseite mit. Rund vier Millionen Wähler hatten vom 9. Januar an eine Woche lang in einer Volksabstimmung über die Zukunft der bisher teilautonomen Region entschieden.

          Die Zahlen basieren nach Angaben der Wahlkommission auf der Auszählung von mehr als 80 Prozent der Stimmen im Südsudan. In anderen Teilen seien die Stimmen vollständig ausgezählt worden. Das vorläufige Ergebnis der Abstimmung wird voraussichtlich am 30. Januar veröffentlicht. Das endgültige Resultat soll im Februar in Khartum vorgestellt werden. Nachdem bereits die Ergebnisse der Wähler im Nordsudan und aus dem Ausland ein klares Votum für einen eigenen Staat zeigten, bestätigen auch die Ergebnisse aus den zehn Bundesstaaten des Südens den Willen der Südsudanesen, sich nach Jahrzehnten der Benachteiligung und einem 21 Jahre langen Bürgerkrieg vom Norden loszusagen.

          Die Volksabstimmung gehörte zu den wichtigsten Punkten des Friedensabkommens von 2005. Die Regierung in Khartum hat bereits versichert, das Ergebnis des Referendums anzuerkennen.

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