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Südostasien : Regierungschef von Osttimor tritt nach Unruhen zurück

  • Aktualisiert am

Alkatiri geht Bild: REUTERS

Nach wochenlangen gewaltsamen Unruhen in Osttimor hat der umstrittene Regierungschef Mari Alkatiri am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Er sei „entschlossen, keinen Beitrag zu einer weiteren Verschärfung der Krise zu leisten“.

          Nach wochenlangen gewaltsamen Unruhen in Osttimor hat der umstrittene Regierungschef Mari Alkatiri am Montag seinen Rücktritt angekündigt. Er sei „entschlossen, keinen Beitrag zu einer weiteren Verschärfung der Krise zu leisten“, sagte der Ministerpräsident nach Angaben des australischen Rundfunksenders ABC.

          Dem Regierungschef wird vorgeworfen, für die Ausschreitungen mitverantwortlich zu sein, bei denen etwa 30 Menschen starben und mehr als 130.000 in die Flucht getrieben wurden. Alkatiri hatte sich zuvor einen Machtkampf mit Präsident Xanana Gusmao geliefert, der den Ministerpräsidenten zum Amtsverzicht aufgefordert hatte. Erst am Sonntag war der Außenminister und Friedensnobelpreisträger Jose Ramos-Horta zurückgetreten.

          In den vergangenen Tagen hatten in der Hauptstadt Dili tTausende von Menschen gegen den weithin unbeliebten Regierungschef demonstriert. Auslöser der Unruhen und der folgenden politischen Krise war die Entlassung von 600 Soldaten, die der Ministerpräsident im Frühjahr angeordnet hatte. Sie hatten der Regierung Diskriminierung vorgeworfen, weil sie angeblich wegen ihrer Herkunft aus dem Westen des Landes bei Beförderungen übergangen worden seien.

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