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Nach Treffen von Trump und Kim : Südkorea will innerkoreanische Projekte mit Washington beraten

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Haben sich im vergangenen Jahr angenähert: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in Bild: AP

Beim Gipfeltreffen in Hanoi konnten sich Trump und Kim nicht einigen. Südkoreas Präsident will trotzdem alles tun, um weiter zu vermitteln.

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          Der südkoreanische Präsident Moon Jae In will mithilfe der Vereinigten Staaten innerkoreanische Wirtschaftsprojekte neu starten. „Wir werden mit den Vereinigten Staaten über Wege beraten, um das Tourismusressort im Kumgang-Gebirge und die Sonderwirtschaftszone Kaesong wieder in Betrieb zu nehmen“, sagte er am Freitag in Seoul. Beide Projekte wurden rund um die Jahrtausendwende initiiert, fielen jedoch später politischen Spannungen zum Opfer.

          Im Kumgang-Gebirge an der Ostküste Nordkoreas soll das Reiseprogramm für südkoreanische Touristen wieder aufgenommen werden. Zudem soll der Industriepark in Kaesong an der innerkoreanischen Grenze wieder eröffnet werden.

          Moon betonte seine Vermittlerrolle zwischen Pjöngjang und Washington. Er werde „jegliche Mittel“ einsetzen, damit beide Seiten eine vollständige Einigung bei den Nuklearverhandlungen erreichen könnten.

          Trump und Kim hatten ihren zweiten Gipfel in Hanoi am Donnerstag vorzeitig und ohne Einigung abgebrochen. Über die Gründe machten beide Seiten unterschiedliche Angaben. Der amerikanische Präsident Trump sagte, dass es zu keiner Einigung gekommen sei, da der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un die Aufhebung aller Sanktionen gefordert habe.

          Der nordkoreanische Außenminister Ri Yong Ho sagte hingegen, sein Land habe im Gegenzug für atomare Abrüstung nur die Aufhebung eines Teils der Sanktionen gefordert. Die angebotene atomare Abrüstung sei die weitreichendste Maßnahme, die für sein Land derzeit machbar sei. Das Angebot werde sich auch dann nicht ändern, wenn die Vereinigten Staaten weitere Verhandlungen in der Zukunft vorschlagen würden.

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