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Südkorea : Tonnenweise Reis für hungernden Norden

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Reis-Connection: Ching Dong-soo (li., Südkorea) und Ju Dong-chan (Nordkorea) Bild: REUTERS

Ohne Bedingungen zu formulieren, wird Südkorea dem Not leidenden Norden 400.000 Tonnen Reis liefern. Allerdings müsse sich Nordkorea an ein geltendes Abrüstungsabkommen halten, damit tatsächlich geliefert werde.

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          Südkorea hat sich zur Lieferung von 400.000 Tonnen Reis an das verarmte Nordkorea bereit erklärt. In der am Sonntag nach fünftägigen Gesprächen in Pjöngjang erzielten Vereinbarung wurden keine Bedingungen für die Lieferung gestellt. Der südkoreanische Delegationsleiter Chin Dong-soo betonte jedoch, die Hilfslieferungen seien abhängig davon, dass Nordkorea sich an ein im Februar erzieltes Abrüstungsabkommen halte.

          Pjöngjang hat darin zugesichert, seinen Atomreaktor Yongbyon herunterzufahren. Die Regierung hat die bis zum 14. April gesetzte Frist allerdings verstreichen lassen. Hintergrund ist ein Streit mit der amerikanischen Regierung um ein in Macau eingefrorenes Guthaben in Höhe von 25 Millionen Dollar (knapp 19 Millionen Euro). Die Konten wurden auf Druck der Vereinigten Staaten wegen des Verdachts auf Geldwäsche vor rund zwei Jahren eingefroren. Inzwischen ist das Geld nach amerikanischen Angaben freigegeben, Nordkorea lag nach Angaben vom Freitag darüber aber noch keine Bestätigung vor.

          Erste Lieferung Ende Mai

          Die erste Lieferung Reis werde Ende Mai auf den Weg gebracht, hieß es in dem Abkommen zwischen beiden koreanischen Staaten. Außerdem werde Südkorea Rohmaterial zur Herstellung von Kleidung, Schuhen und Seife in den Norden liefern. Im Gegenzug erhalte Seoul Mineralienabbaurechte in Nordkorea. Der unter Hungersnöten leidende Norden wird von Seoul regelmäßig mit Reis und Düngemitteln unterstützt.

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