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Konflikt mit Nordkorea : „Das ist keine Drohung, sondern die Realität“

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Kim Jong-un bei seiner Neujahrsansprache Bild: Reuters

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsansprache die abschreckende Wirkung seiner Atomwaffen beschworen. Nun hat Südkorea reagiert – und die Rede begrüßt.

          Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsansprache die abschreckende Wirkung seiner Atomwaffen beschworen und sich gleichzeitig offen für Gespräche mit dem Süden gezeigt. Wegen des nuklearen Arsenals seines Landes würden die Vereinigten Staaten niemals einen Krieg gegen Nordkorea beginnen können, sagte Kim in der am Montag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede. „Die gesamten Vereinigten Staaten liegen in Reichweite unserer Kernwaffen und auf meinem Schreibtisch steht immer ein Atomknopf“, erklärte er. „Das ist keine Drohung, sondern die Realität.“ Nordkorea werde jedoch nur Atomwaffen einsetzen, wenn die Sicherheit des Landes bedroht sei.

          Zudem erklärte Kim, er stehe einem Dialog mit dem Süden offen gegenüber. „Was die Nord-Süd-Beziehungen angeht, sollten wir die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel abbauen, um ein friedliches Umfeld zu schaffen“, sagte er. „Der Norden und der Süden sollten sich beide bemühen.“ Er werde die Entsendung einer nordkoreanischen Delegation zu den Olympischen Winterspielen im Februar in Südkorea in Erwägung ziehen, sagte Kim weiter. Dies wäre ein guter Zeitpunkt, um „die Einheit des Volkes“ zu demonstrieren. Vertreter beider Staaten sollten sich dringend treffen, um diese Möglichkeit zu besprechen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte auf Fragen von Reportern zu der Rede von Kim vor einer Silvesterfeier in Florida zunächst: „Wir werden sehen, wir werden sehen.“ Ein Stellungnahme des amerikanischen Außenministeriums lag nicht vor.

          Südkorea bewertet Kims Rede positiv

          Unterdessen hat Südkorea einem Agenturbericht zufolge positiv auf die Neujahrsansprache Kims reagiert. Das Präsidialamt begrüße die Rede, berichtete die Agentur Yonhap am Montag. Kim beschwor zwar die abschreckende Wirkung seiner Atomwaffen. Gleichzeitig zeigte er sich aber offen für Gespräche mit dem Süden und zog die Entsendung einer nordkoreanischen Delegation zu den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang in Erwägung. Das Organisationskomitee zeigte sich dafür aufgeschlossen. „Das Komitee wird relevante Fragen sowohl mit der südkoreanischen Regierung als auch dem Internationalen Olympischen Komitee erörtern“, teilte der Präsident des Organisationskomitees von Pyeongchang mit. Als einzige nordkoreanische Athleten hatte sich ein Läuferpaar im Eiskunstlauf qualifiziert, sich jedoch nicht mehr rechtzeitig für die Spiele angemeldet.

          Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte den verbündeten Vereinigten Staaten vorgeschlagen, die gemeinsamen Frühjahrsmanöver ihrer Streitkräfte wegen der Olympischen Spiele und der Paralympischen Spiele im März zu verschieben. Eine Entscheidung Amerikas steht noch aus.

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