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Raketentest? : Nordkorea feuert wieder Geschosse über das Meer

  • Aktualisiert am

Südkoreaner verfolgen die Entwicklung in den Fernsehnachrichten. Bild: AP

Sollte es sich bei den Vorfällen um einen Test ballistischer Raketen handeln, wäre das ein Verstoß gegen UN-Resolutionen. Aufmerksamkeit erregte in Südkorea ein Brief des nordkoreanischen Diktators Kim.

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          Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei zunächst nicht identifizierte Projektile über offenes Meer abgefeuert. Die Geschosse seien von der Provinz Süd-Pyongan im Westen des Landes abgeschossen worden und in Richtung des Japanischen Meers (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte der Generalstab in Südkorea am Donnerstag mit.

          Unklar war zunächst, ob es sich um den Test ballistischer Raketen handelt. Ein solcher wäre dem kommunistischen Land durch UN-Resolutionen untersagt. Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mehrmals Raketen getestet. Das Land treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden können. Es ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen.

          Unterdessen hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un zum Tod der Mutter des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in kondoliert. In einem Brief an Moon habe Kim sein „tiefes Mitgefühl“ geäußert, teilte eine Sprecherin von Moons Büro am Donnerstag mit. Dem Schreiben wurde in Südkorea große Aufmerksamkeit geschenkt, da die im vergangenen Jahr erreichte Annäherung der beiden Länder ins Stocken geraten ist.

          Ob sich Kim über die Worte der Anteilnahme hinaus zu den innerkoreanischen Beziehungen geäußert hat, blieb zunächst unklar. Nordkorea hatte das Beileidsschreiben Kims den Angaben zufolge am Mittwoch am Grenzort Panmunjom übergeben.

          Moons Mutter Kang Han Ok war am Dienstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie war im Norden der koreanischen Halbinsel geboren worden und flüchtete während des Korea-Kriegs (1950-53) in den Süden.

          Moon traf sich 2018 drei Mal mit Kim, davon zwei Mal in Panmunjom sowie bei einem Gipfel in Pjöngjang. Sie hatten sich auf ein Ende aller Feindseligkeiten geeinigt. Angesichts mangelnder Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm stecken derzeit jedoch auch die innerkoreanischen Beziehungen fest.

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