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Südafrika : Mbeki will bis 2009 Präsident bleiben

  • Aktualisiert am

Mbeki: „Das Gesetz sollte seinen Weg gehen” Bild: dpa

Südafrikas Präsident Thabo Mbeki will die zweite Amtszeit zu Ende führen - trotz seiner Niederlage beim ANC-Parteitag. Mit dem neuen Vorsitzenden der Regierungspartei, Jacob Zuma, möchte er bis zu den Wahlen zusammenarbeiten.

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          Ungeachtet seiner Niederlage auf dem Parteitag des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) will der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki seine Amtszeit als Staatschef regulär beenden. Er habe keine Pläne, vorzeitig abzutreten, erklärte Mbeki am Freitag. „Ich gehe davon aus, dass die Regierung bis zu den Wahlen 2009 im Amt bleibt“, sagte er auf einer Pressekonferenz in Pretoria.

          Mbeki kündigte an, mit dem neuen Vorsitzenden der Regierungspartei, Jacob Zuma, bis zu den Wahlen zusammenzuarbeiten. Er sehe dabei keine Probleme. Mbeki war Zuma in einer Kampfabstimmung für ein erneutes Mandat beim gerade beendeten Parteitag des ANC unterlegen.

          Vorwürfe könnten Zumas Karriere behindern

          Mbeki rief außerdem dazu auf, den wegen Korruptionsvorwürfen in die Kritik geratenen Zuma nicht vorschnell zu verurteilen. Bis das Gegenteil bewiesen sei, sollte das Prinzip der Unschuldsvermutung gelten, sagte Mbeki. „Das Gesetz sollte seinen Weg gehen“. Ob Zuma angeklagt werde, wisse er nicht.

          Generalstaatsanwalt Mokotedi Mpshe hatte am Donnerstag erklärt, es lägen genügend Beweise für eine Anklage vor. Die Ermittlungen seien abgeschlossen, und er gehe davon aus, dass in Kürze Anklage gegen Zuma erhoben werde.

          Die Korruptionsvorwürfe gegen Zuma beziehen sich auf einen Waffenhandel mit der südafrikanischen Filiale des französischen Thales-Konzerns vor acht Jahren. Sie könnten Zumas Karriere behindern. Eigentlich hat Zuma nun beste Aussichten, südafrikanischer Präsident zu werden. Mbeki darf 2009 nach zwei Amtszeiten nicht wiedergewählt werden.

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