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Südafrika : ANC beschließt offenbar Abberufung von Präsident Zuma

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Südafrikas langjähriger Präsident Jacob Zuma Bild: dpa

Die südafrikanische Regierungspartei hat sich laut mehreren Medien für die Absetzung von Präsident Jacob Zuma ausgesprochen. Der langjährige Regierungschef steht unter Korruptionsverdacht.

          Die südafrikanische Regierungspartei ANC hat laut Berichten mehrerer Medien die Abberufung des unter Korruptionsverdacht stehenden Präsidenten Jacob Zuma beschlossen. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg unter Berufung auf Parteikreise. Sollte Zuma die Anordnung ignorieren, wäre ein Misstrauensvotum im Parlament der nächste Schritt, um ihn von seinem Amt zu entheben.

          Einem Fernsehbericht zufolge soll das Exekutivkomitee der Partei zuvor Zuma zum freiwilligen Rückzug  binnen 48 Stunden aufgefordert haben. Parteichef Cyril Ramaphosa habe Zuma das Ultimatum persönlich überbringen wollen, berichtete der staatliche TV-Sender SABC. Zuma wollte jedoch offenbar an seinem Amt festhalten. Berichte, wonach dieser einem Rücktritt zugestimmt habe, seien Falschmeldungen, sagte sein Sprecher.

          Ramaphosa hatte den 75-jährigen Zuma im Dezember an der Parteispitze abgelöst. Offiziell läuft Zumas Amtszeit noch bis Mitte 2019. Zuma, der sein Amt 2009 übernahm, sieht sich seit langem Korruptionsvorwürfen ausgesetzt.

          Ramaphosa hatte am Sonntag auf einer Kundgebung erklärt, das Gremium werde im Interesse der Nation rasch den Übergang der Macht einleiten. Der 65-jährige Ramaphosa gilt als wahrscheinlicher Nachfolger Zumas. Ramaphosas Wagenkolonne hatte die Beratungen des Parteigremiums in Pretoria am Montag kurz vor Mitternacht verlassen, um sich mit Präsident Zuma zu besprechen, wie örtliche Medien berichteten. Die Wagenkolonne kam eine gute Stunde später zurück.

          Zuma wird im Zusammenhang mit einer Luxussanierung seiner Privatvilla persönliche Bereicherung vorgeworfen. Zudem soll er einer befreundeten Unternehmerfamilie Aufträge zugeschoben haben und ihnen unzulässig Einfluss auf Politik und staatliche Unternehmen gewährt haben. Zuma weist die Vorwürfe zurück.

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