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Süd-Kordofan : Hunderte Rebellen bei Kämpfen in Sudan getötet

  • Aktualisiert am

Sudanesische Regierungssoldaten in der Region Blauer Nil Bild: REUTERS

Bei dem Angriff von Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA-Nord) in der ölreichen sudanesischen Region Süd-Kordofan sind offenbar hunderte Aufständische getötet worden. Die sudanesische Armee schlug den Angriff zurück.

          Bei schweren Kämpfen im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südsudan sind Hunderte Rebellen getötet worden. Die Zusammenstöße zwischen sudanesischen Regierungstruppen und dem Sudan People Liberation Movement - North (SPLM-N) seien am Montag in der Stadt Teludi im umkämpften Südkordofan entbrannt, berichtete die Zeitung „Sudan Tribune“ am Dienstag.

          Der Gouverneur von Südkordofan, Ahmed Haroun, sagte, die Rebellen hätten zuvor versucht, die Stadt anzugreifen. Sie seien jedoch von Regierungseinheiten zurückgedrängt worden. „Mehrere hundert“ Rebellen seien getötet worden, als ihr Angriff auf Teloudi von der sudanesischen Armee zurückgeschlagen worden sei, sagte der Gouverneur von Süd-Kordofan, Ahmed Haroun, am Montag.

          Nach Angaben eines Armeesprechers griffen etwa 700 Aufständische unter dem Kommando von zwölf Offizieren die östlich der regionalen Hauptstadt Kadougli gelegene Stadt an. Demnach wurde die Attacke binnen einer Stunde abgewehrt. Süd-Kordofan ist seit Monaten Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen SPLA-Rebellen und den sudanesischen Streitkräften.

          Referendum bislang nicht abgehalten

          Nach der Teilung Sudans im Juli ist immer noch nicht klar, zu welchem Land das Gebiet künftig gehören soll. Die sudanesische Armee kämpft deshalb weiter gegen Rebellengruppen, die Verbindungen zur im autonomen Südsudan regierenden Partei SPLM (Sudanesische Volksbefreiungsbewegung) haben.

          Die SPLA-Nord ist der militärische Arm der SPLM, die die wichtigste Oppositionspartei in Sudan ist. Beide sind Ableger der SPLA, die während des 22 Jahre dauernden Bürgerkriegs für die Loslösung Südsudans von Khartum kämpfte und seit dessen Unabhängigkeit am 9. Juli Südsudan regiert.

          Auch in zwei weiteren Regionen, Blauer Nil und Abyei, kommt es regelmäßig zu Gewaltausbrüchen. Ein geplantes Referendum, das zu einer friedlichen Lösung führen könnte, hat es bisher nicht gegeben.

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