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Neue Zeugenaussage : Der Putschist Donald Trump

  • -Aktualisiert am

Hat im Weißen Haus viel gehört und erlebt: Der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson nimmt der Zeugin Cassidy Hutchinson den Eid ab. Bild: dpa

Der Präsident wollte mit einem bewaffneten Mob das Kapitol stürmen. Dass die Leute seinem Vizepräsidenten den Tod wünschten, kam ihm richtig vor. Das klingt nach Hollywood, war aber Washington.

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          Wäre es das Drehbuch einer der Fernsehserien rund um das Weiße Haus, man hielte die Folge für völlig überzogen. Der Präsident, der sich gegen seine Abwahl stemmt, ruft seine Anhänger hinters Weiße Haus. Als er hört, dass viele bewaffnet sind, verlangt er den Abbau der Metalldetektoren – denn schließlich, so seine Logik, wollen sie nicht ihn töten, sondern seinen Vizepräsidenten. Denn der will die Verfassung nicht brechen – also „verdient“ er es, dass die Leute ihn hängen wollen.

          Der Secret Service fährt den Präsidenten nach der Kundgebung zurück ins gesicherte Weiße Haus, aber der vermeintliche „Führer der freien Welt“ will mit den Leuten auf das Kapitol marschieren, will den Putsch anführen. Der Präsident greift dem einen Leibwächter ins Lenkrad und geht dem anderen an die Gurgel. Der Mob stürmt das Kapitol, die Zertifizierung der Wahlergebnisse wird zunächst abgebrochen.

          Wie geht es weiter in diesem echten Leben?

          Das ist nicht Netflix, sondern offenbar echtes Leben, genauer: Trump im Januar 2021, bezeugt von einer engen Mitarbeiterin seines damaligen Stabschefs. Umso spannender die Frage, wie es weitergeht.

          Dass der Justizminister um die politisch heikle Anklage des früheren Präsidenten herumkommt, ist immer unwahrscheinlicher. Was aber sagen die Republikaner, was tun die Wähler bei den Kongresswahlen im November? Lässt sich doch noch irgendjemand umstimmen? Bleiben Sie dran!

          Andreas Ross
          Verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

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