https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/streit-zwischen-kosovo-und-serbien-deal-im-zweiten-anlauf-18482748.html

Kosovo und Serbien : Ein Deal im zweiten Anlauf

Ethnisch geteilte Stadt: Polizisten der EU-Mission Eulex am 22. November 2022 in Mitrovica Bild: AFP

Hinter dem „Nummernschildstreit“ zwischen Serbien und dem Kosovo steckt ein Grundsatzkonflikt. Anfang der Woche scheiterte ein Vermittlungsversuch des EU-Außenbeauftragten. Nun konnte Borrell doch noch einen Erfolg verkünden.

          4 Min.

          Der kosovarisch-serbische „Nummernschildstreit“, dem ein grundsätzlicher Konflikt zwischen Prishtina und Belgrad zugrunde liegt, hat am Mittwoch weiter die westliche Diplomatie beschäftigt – bis spät in die Nacht. Denn an diesem Donnerstag wäre eine Frist abgelaufen, auf die sich der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti auf Drängen des amerikanischen Botschafters in Prishtina eingelassen hatte. Vordergründig ging es bei dem Streit darum, ob im Kosovo registrierte Fahrzeuge auch kosovarische Nummernschilder haben müssen.

          Michael Martens
          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Kurti wollte serbische Fahrzeughalter im Nordkosovo dazu bringen, nur noch kosovarische Kennzeichen zu nutzen. Andernfalls sollten Strafzahlungen fällig werden, in einer späteren Phase sollen sogar Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden. Dagegen regte sich heftiger, von Belgrad unterstützter und orchestrierter Widerstand im serbisch dominierten Norden des Landes.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Oliver Bierhoffs Abgang : Befreiungsschlag für den DFB

          „One Love“ und „Mund zu“ waren die letzten Fehler, die sich DFB-Direktor Oliver Bierhoff erlauben durfte. Sein Rückzug beendet eine Ära, die zwiespältiger nicht sein könnte. Was wird nun aus Hansi Flick?
          Die meisten Häuser sind nach 15 Jahren noch nicht abbezahlt. Was dann?

          Immobilienfinanzierung : Bank oder Bausparkasse?

          Was sollten „verzweifelte“ Mieter tun, um jetzt noch an einen Hauskredit zu kommen? Die Devise lautet: Finger weg bei Schnäppchen von Banken und Bausparkassen. Sonst wird es teurer!