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Streit um Inselgruppe : Japanische Kampfjets fangen chinesisches Flugzeug ab

  • Aktualisiert am

Zwei japanische Kampfjets vom Typ F-15 Bild: dpa

Der japanisch-chinesische Streit um die Senkaku-Inseln schwelt weiter. Japanische Kampfjets stiegen am am Samstag auf, um ein chinesisches Flugzeug auf Abstand zu halten. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe will vor dem Hintergrund des Inselstreits offenbar mehr Geld für die Streitkräfte ausgeben.

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          Im Inselstreit mit Peking hat Japan Kampfjets eingesetzt, um ein chinesisches Flugzeug in Staatseigentum in der Nähe des umstrittenen Archipels auf Abstand zu halten. Die Kampfflieger seien am Samstag losgeschickt worden, nachdem das chinesische Flugzeug rund 120 Kilometer nördlich der Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer aufgetaucht sei, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Tokio. Die chinesische Maschine habe das Gebiet verlassen, ohne in japanischen Luftraum einzudringen.

          Bereits vergangenen Monat hatte Japan Kampfjets eingesetzt, nachdem ein chinesisches Flugzeug den Luftraum über den umstrittenen Inseln, die in China Diaoyu heißen, verletzt hatte. Außerdem wurden immer wieder chinesische Schiffe rund um die Inseln gesichtet.

          Die Inseln liegen strategisch günstig in fischreichen Gewässern, zudem werden in der Umgebung Erdöl- und Erdgas-Vorkommen vermutet. Ausgelöst wurden die Spannungen mit China Anfang September dadurch, dass die japanische Regierung beschloss, mehrere der Inseln aus japanischem Privatbesitz zu kaufen.

          Umstrittene Inselgruppe: Die Japaner nennen sie Senkaku, die Chinesen Diayu Bilderstrecke
          Umstrittene Inselgruppe: Die Japaner nennen sie Senkaku, die Chinesen Diayu :

          Vor dem Hintergrund des Inselstreits mit China will Japans neuer Ministerpräsident Shinzo Abe Presseberichten zufolge mit einem höheren Rüstungsetat Stärke demonstrieren. Die Regierung erwäge für das im April beginnende Haushaltsjahr eine Aufstockung der Ausgaben um rund zwei Prozent auf umgerechnet 40,8 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung „Mainichi“ am Samstag ohne Quellenangabe. Mit dem zusätzlichen Geld sollten sowohl die Bodentruppen aufgestockt als auch die Ausrüstung der Streitkräfte insgesamt verbessert werden, hieß es ergänzend in einem Bericht des Blattes „Asahi“.

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