https://www.faz.net/-gpf-98vzk

Streit mit Spanien : Herrn Puigdemonts Reisen

Puigdemont und seine Unterstützer am Samstag in Berlin. Bild: Reuters

Der spanisch-katalanische Konflikt ist uralt – und Deutschland wurde ungewollt in ihn hineingezogen. Welche Folgen hat das?

          7 Min.

          Puigdemont hatte getwittert, dass er in Berlin sei. Das erzeugte einen Rummel, den die Bundesregierung eigentlich um jeden Preis hatte vermeiden wollen. Mit Mühe und Not wurde ein Raum organisiert. Er war viel zu klein. Katalanische Sympathisanten und Hauptstadtjournalisten standen dicht an dicht. Die Organisatoren baten darum, Platz für einige katalanische Parlamentarier zu machen. Damit Puigdemont seine Weggefährten in der Nähe habe. Das sei wichtig für ihn.

          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Dann betrat Carles Puigdemont die Bühne, Jubel bei seinen Anhängern. Babylonische Sprachverwirrung unter den Journalisten. Spanisch, Katalanisch, Englisch, Französisch und sogar Rumänisch. „Good morning“, sagte Puigdemont und lächelte. Die Aufmerksamkeit schien ihm zu gefallen. „Die drei Kandidaten, die das katalanische Parlament aufgestellt hat, um zum Präsidenten Kataloniens gewählt zu werden, sind im Gefängnis gelandet“, fuhr er fort und machte eine bedeutungsvolle Pause. „Ich fordere die spanische Regierung auf, Demokratie und internationale Verträge zu respektieren.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Präsident Erdogan erklärt sich gegenüber Journalisten.

          Nahe Izmir : Krieg in Syrien gefährdet VW-Werk in der Türkei

          Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.

          Besuch in Malvern Link : Morgandämmerung

          Er sieht aus wie vor mehr als 80 Jahren, doch steht der jüngst vorgestellte Morgan Plus Six für den Beginn einer neuen Zeit. Aber keine Sorge: Moderne Autos werden die Kerle in Malvern Link auch künftig nicht bauen.

          Ausstellung zur Armbrust : Die Hightech-Waffe des Mittelalters

          Mit der Ausstellung „Die Armbrust – Schrecken und Schönheit“ rückt das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin eine Waffe ins Rampenlicht, die seit fast 500 Jahren mehr Kunstobjekt denn Seelenräuber ist.