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Straße von Hormuz : Iran beschlagnahmt wieder ein Schiff

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Der Persische Golf, die Straße von Hormuz und der Golf von Oman in einer Satellitenaufnahme (undatiert). Der Iran hatte vor Monaten mit einer Blockade von Öltransporten im Persischen Golf gedroht, falls die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen gegen das Land ausgeweitet werden sollten. Bild: dpa

Wieder hat Iran im persischen Golf ein ausländisches Schiff aufgebracht. In der Straße von Hormuz soll der „Schlepper“ nach Angaben Teherans Erdöl geschmuggelt haben.

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          Der Iran hat am Samstag in der Straße von Hormuz einen „ausländischen Schlepper“ beschlagnahmt. Bei dem Einsatz seien zwölf Philippiner festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf den Chef der Küstenwache in der Provinz Hormosgan, Hossein Dehaki. Der Schlepper „schmuggelte“ demnach gut 280.000 Liter Erdöl. Es wurde nicht mitgeteilt, unter welcher Flagge das Schiff unterwegs war.

          Gegen die Besatzung des Schleppers bestehe der Verdacht, zu einem „Schmugglerring“ zu gehören, hieß es weiter. Das Schiff sei auf der Höhe des iranischen Hafens Sirik festgesetzt worden.

          Im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz gibt es seit Monaten schwere Spannungen. Sie entwickelten sich im Zusammenhang mit dem Streit über das internationale Atomabkommen von Juli 2015, aus dem die Vereinigten Staaten im Mai 2018 ausstiegen.

          Im Juli beschlagnahmten die iranischen Revolutionsgarden einen „ausländischen Tanker“ und den schwedischen Öltanker „Stena Impero“, der unter britischer Flagge unterwegs war. Ende Juli wurde vom Iran ein weiteres Schiff unter dem Verdacht des Öl-Schmuggels beschlagnahmt, über dessen Herkunft nichts mitgeteilt wurde.

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