Strafzölle :
Ein Geschenk Gottes für Erdogan

Von Rainer Hermann
Lesezeit: 5 Min.
Freut sich wohl über die Strafzölle, weil sie sein Wunsch nach einem Präsidialsystem befeuern könnten: Türkeis Staatschef Erdogan
Der türkische Präsident stellt sich als Opfer einer amerikanischen und jüdischen „Zinslobby“ dar. So lenkt er vom wahren Problem ab: seiner katastrophalen Wirtschaftspolitik.

An diesem Montag sind die neuen amerikanischen Strafzölle gegen die Türkei in Kraft getreten, die der amerikanische Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag angekündigt hat, und für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind sie wie ein abermaliges Gottesgeschenk. Er hatte bereits den gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 in einem ersten Kommentar als ein „Gottesgeschenk“ erkannt. Denn nun konnte er leicht sein Vorhaben durchsetzen, die Türkei in ein Präsidialsystem zu verwandeln.

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