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Strafantrag gestellt : New Yorker Attentäter zeigt keine Reue

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Acht Menschen kamen bei dem Attentat ums Leben. Bild: EP/JASON SZENES/REX/Shutterstock

Der Fahrzeugattentäter von New York hat seine Tat gestanden, acht Menschen kamen dabei ums Leben. Der Täter sagt allerdings, er fühle sich gut.

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          Der New Yorker Fahrzeugattentäter hat seine Tat gestanden und sich als überzeugter Gefolgsmann der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu erkennen gegeben. In seinen ersten Vernehmungen im Krankenhaus habe der verletzte Sayfullo S. keine Reue gezeigt, teilten Ermittler am Mittwoch in New York mit. Vielmehr habe er gefordert, die Flagge der IS-Miliz in seinem Krankenhauszimmer aufhängen zu dürfen. „Er hat gesagt, dass er sich gut fühlt angesichts seiner Tat“, hieß es in der Erklärung.

          Ein Bundesanwalt in New York beschuldigte den 29-jährigen Sayfullo S. am Mittwoch formell der Unterstützung einer ausländischen Terrororganisation. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft ihm den gefährlichen Missbrauch von Fahrzeugen vor. Die formelle Beschuldigung eines Verdächtigen ist in den Vereinigten Staaten die Vorstufe einer Anklage.

          Behörde fahnden nach zweitem Usbeken

          In den Vernehmungen äußerte sich S. den Ermittlern zufolge freimütig über seine Tat. Er habe sich dabei von der IS-Miliz inspirieren lassen und vor etwa einem Jahr mit der Anschlagsplanung begonnen. Auf Saipovs Mobiltelefon seien dutzende IS-Propaganda-Videos gefunden worden, erklärten die Ermittler.

          S. habe für den Anschlag gezielt den Halloween-Tag ausgewählt, „weil er davon ausging, dass dann mehr Zivilisten auf der Straße sind“, hieß es in der Erklärung weiter.

          Anfangs habe er sich auch überlegt, die Flagge des IS außen an den Kleintransporter anzubringen, mit dem er dann acht Menschen tötete. „Er hat sich dann aber dagegen entschieden, weil er keine Aufmerksamkeit erregen wollte“, erklärten die Ermittler.

          Zudem suchen die amerikanischen Behörden nach einem zweiten Usbeken. Auf einem am Mittwoch veröffentlichten Fahndungsplakat der Bundespolizei FBI hieß es, der 32-Jährige solle im Zusammenhang mit dem Anschlag befragt werden.

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