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Trumps Affärenproblem : Stormy Daniels sucht einen Mann

Die Schauspielerin und ihr Anwalt: Stephanie Clifford und ihr Rechtsbeistand Michael Avenatti am Montag in New York Bild: AFP

Auf einem von der Porno-Darstellerin veröffentlichten Phantombild soll der Mann zu sehen sein, der sie aufgefordert habe, die Trump-Affäre zu vergessen. Ein Playmate bezeichnet den Präsidenten derweil als „guten Liebhaber“.

          Die Affäre um die Schauspielerin Stephanie Clifford – die in ihren Pornofilmen als Stormy Daniels auftritt – und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat am Dienstagabend eine weitere Wendung erfahren. Clifford und ihr Anwalt Michael Avenatti präsentierten im Fernsehsender ABC ein Phantombild des Mannes, der Clifford in einer Tiefgarage in Las Vegas bedroht haben soll. Er habe sie damals aufgefordert, über ihre sexuelle Beziehung zu Donald Trump in Zukunft kein Wort mehr zu verlieren. Gesprochen über eine angebliche Beziehung zu Donald Trump hat derweil allerdings eine weitere Frau. Das ehemalige Playboy-Model Barbara Moore erzählte in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung „Daily Mail“, sie habe im Jahr 1993 eine sechsmonatige Affäre mit Trump gehabt. Dieser war zu der Zeit mit seiner späteren zweiten Ehefrau Marla Maples verlobt, die wiederum mit deren Tochter Tiffany schwanger war. Moore erzählte der Zeitung ausführlich, dass sie in der Zeit mehrfach Sex mit Trump gehabt habe. Sie habe aber nicht gewusst, dass er verlobt gewesen sei.

          Oliver Kühn

          Redakteur in der Politik.

          Das Phantombild, das Clifford und Avenatti präsentierten, zeigt einen weißen Mann mit ausgeprägten Wangenknochen, angedeutetem Dreitagebart und kurzem Haar. Wie auf dem Bild zu lesen ist, soll der Mann rund 1,80 Meter groß und zwischen 30 und 40 Jahren alt sein. Er habe eine schlanke Figur, mache aber einen „fitten“ Eindruck. Clifford sagte in der Sendung, er habe ganz normal ausgesehen, sie erinnere sich „so klar daran, dass er auf den ersten Blick in keiner Weise beunruhigend wirkte“. Avenatti erklärte, er habe eine Belohnung von 100.000 Dollar auf die Ergreifung des Mannes ausgesetzt. Die Summe erhöhte er später auf Twitter auf 131.000 Dollar. In der Fernsehsendung sagte er, er und Clifford glaubten zu wissen, wer hinter dem Einschüchterungsversuch stecke, wollten dies jedoch nicht publik machen, solange es nicht bestätigt sei. Avenatti hatte die Veröffentlichung des Phantombilds schon Anfang April angekündigt, als er auf Twitter mitteilte, Clifford sitze mit der „besten Phantombildzeichnerin der Welt“ zusammen. Donald Trump bezeichnet das Phantombild auf Twitter als „Beschiss“ (con job). Die „Fake News Medien“ würden zum Narren gehalten, so Trump.

          Markante Wangenknochen: Das von Stephanie Clifford präsentierte Phantombild

          Erstmals öffentlich von dem Ereignis hatte Clifford in einem Interview vor einigen Wochen gesprochen. Demnach sei sie im Jahr 2011 mit ihrer Tochter auf dem Weg zu einem Sportkurs gewesen, als der Mann sie in einer Tiefgarage angesprochen habe. Er habe ihrer Tochter gesagt, sie sei ein hübsches Mädchen und es wäre sehr schade, sollte ihrer Mutter etwas zustoßen. Vorher hatte er Clifford ihren Worten nach gesagt: „Lass Trump in Ruhe. Vergiss die Geschichte.“ Nach dem Interview hieß es von Vertrauten von Donald Trump und dessen Anwalt Michael Cohen, beide Männer bezweifelten, dass das Ereignis jemals stattgefunden habe, berichtet die „Washington Post“.

          Clifford behauptet, sie habe im Jahr 2006 Geschlechtsverkehr mit Trump gehabt. Dieser war damals schon mit seiner dritten Ehefrau Melania verheiratet und diese hatte kurz zuvor den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht. Trump weist eine Affäre jedoch über seinen Anwalt Cohen zurück. Kurz vor der Präsidentenwahl 2016 hat Clifford eine Schweigevereinbarung mit Cohen unterzeichnet und dafür 130.000 Dollar bekommen. Cohen sagt, Trump habe davon nichts gewusst und das Geld stamme nicht vom Präsidenten oder dessen Wahlkampagne, was eine Straftat wäre. Momentan versucht Clifford die Vereinbarung gerichtlich für nichtig erklären zu lassen, was dazu führen könnte, dass Trump unter Eid vor Gericht zu den Vorwürfen Stellung nehmen müsste.

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