https://www.faz.net/-gpf-7vnym

Stoltenbergs Grundsatzrede : Starke Nato

  • -Aktualisiert am

Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat als Norweger damit Erfahrung gemacht: Kooperation mit Russland ist nur möglich, wenn das atlantische Bündnis dem Land selbstbewusst und einig begegnet.

          1 Min.

          Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat in seiner ersten Grundsatzrede im Wesentlichen die Beschlusslage des Bündnisses referiert, auch zur Ukraine-Krise. Etwas anderes war nicht zu erwarten, weil der Generalsekretär sich nicht über den Konsens der 28 Verbündeten hinwegsetzen kann.

          Seine Ansprache enthielt aber einen bedenkenswerten Hinweis aus der Erfahrung seines norwegischen Heimatlandes: Eine Zusammenarbeit mit Russland ist oft nur möglich, wenn man dem Land aus einer Position der Stärke und Einigkeit begegnet.

          Das haben auch andere europäische Staaten immer wieder feststellen müssen, wenn Putin versucht hat, die Nato (oder auch die EU) zu spalten. Dass ihm das in der Ukraine-Frage nicht gelungen ist, dürfte ein Grund sein, warum er inzwischen vorsichtiger als noch zu Beginn der Krise zu Werke geht.

          Vielleicht ist nach der ukrainischen Wahl nun der Moment gekommen, an dem sich die Fronten etwas lockern lassen, zumindest diplomatisch. Denn auch damit hat Stoltenberg Recht: Die Nato kann kein Interesse an einem neuen Kalten Krieg haben.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Weitere Themen

          Wahlkampf der alten Männer

          Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

          In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.

          „Es gibt keine Ausreden mehr" Video-Seite öffnen

          Klimaaktivistin Luisa Neubauer : „Es gibt keine Ausreden mehr"

          Nur wenige Tage vor der Bundestagswahl plant die Klimabewegung Fridays for Future bundesweit in hunderten Städten Protestaktionen. Im AFPTV-Interview betont Klimaaktivistin Luisa Neubauer die Bedeutung der Wahl.

          Topmeldungen

          Hans-Georg Maaßen trifft Thilo Sarrazin (r), früheres SPD-Mitglied und Politiker, bei einer Wahlkampfveranstaltung im Saal Simson des Congress Centrum Suhl.

          Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

          In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.
          SPD-Dynastie: Familie Siebel im „stadtbauraum“, einer Veranstaltungsstätte  am früheren Kohleschacht Oberschuir in Gelsenkirchen.

          Politische Prägung : Wählen wie die Eltern

          Welcher Partei wir bei einer Wahl unsere Stimme geben, hängt auch mit der Prägung durch das Elternhaus zusammen. Oder gerade nicht? Drei Ortsbesuche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.