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Stoltenbergs Grundsatzrede : Starke Nato

  • -Aktualisiert am

Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat als Norweger damit Erfahrung gemacht: Kooperation mit Russland ist nur möglich, wenn das atlantische Bündnis dem Land selbstbewusst und einig begegnet.

          Der neue Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat in seiner ersten Grundsatzrede im Wesentlichen die Beschlusslage des Bündnisses referiert, auch zur Ukraine-Krise. Etwas anderes war nicht zu erwarten, weil der Generalsekretär sich nicht über den Konsens der 28 Verbündeten hinwegsetzen kann.

          Seine Ansprache enthielt aber einen bedenkenswerten Hinweis aus der Erfahrung seines norwegischen Heimatlandes: Eine Zusammenarbeit mit Russland ist oft nur möglich, wenn man dem Land aus einer Position der Stärke und Einigkeit begegnet.

          Das haben auch andere europäische Staaten immer wieder feststellen müssen, wenn Putin versucht hat, die Nato (oder auch die EU) zu spalten. Dass ihm das in der Ukraine-Frage nicht gelungen ist, dürfte ein Grund sein, warum er inzwischen vorsichtiger als noch zu Beginn der Krise zu Werke geht.

          Vielleicht ist nach der ukrainischen Wahl nun der Moment gekommen, an dem sich die Fronten etwas lockern lassen, zumindest diplomatisch. Denn auch damit hat Stoltenberg Recht: Die Nato kann kein Interesse an einem neuen Kalten Krieg haben.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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