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Steinmeier in Yad Vashem : Nie vergessen, die Erinnerung bewahren

Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag in Yad Vashem Bild: AP

Als erster deutscher Bundespräsident spricht Frank-Walter Steinmeier in Yad Vashem und zeigt sich besorgt über einen wieder aufkeimenden Antisemitismus. Vor allem aber schwebt Putins Schatten über der Veranstaltung.

          6 Min.

          Frank-Walter Steinmeier sprach Hebräisch. Er trug ein jüdisches Gebet zu Beginn seiner Rede am Donnerstagnachmittag vor. Die Zuhörer, mehr als vierzig Staats- und Regierungschefs, unter ihnen einige Dutzend Holocaust-Überlebende, honorierten es und applaudierten. Auch am Ende sprach der Bundespräsident noch einige Sätze auf Hebräisch, dazwischen Englisch. Deutsch schien ihm gerade angesichts der Anwesenheit von Menschen, die die Nazi-Verbrechen überstanden hatten, nicht angemessen zu sein. Nur das „Nie wieder!“ trug er in seiner Muttersprache vor.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Der Bundespräsident war der letzte in einer langen Reihe von politischen Rednern, die beim fünften World Holocaust Forum in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem anlässlich des bevorstehenden fünfundsiebzigsten Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zusammenkamen.

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