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Ägyptens früherer Staatschef : Mursi in Kairo beigesetzt

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Der frühere ägyptische Präsident Mohammed Mursi (hier 2014 vor Gericht in Kairo) soll an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben sein. Bild: Reuters

Der plötzliche Tod des früheren ägyptischen Präsidenten Muhammad Mursi soll Folge eines Herzinfarkts gewesen sein, berichten Staatsmedien. Dessen Partei spricht von Mord, Menschenrechtler fordern eine Untersuchung.

          Der frühere ägyptische Präsident Muhammad Mursi ist nach seinem Tod in Kairo beigesetzt worden. Mursi sei am Dienstag im Stadtteil Medinat Nasr im Osten der ägyptischen Hauptstadt im Beisein seiner Familie bestattet worden, sagte Anwalt Abdelmoneim Abdel Maksud der Nachrichtenagentur AFP. Das Totengebet sei zuvor im Krankenhaus des Tora-Gefängnisses gesprochen worden, in dem Mursi am Montag für tot erklärt worden war.

          Der seit Jahren inhaftierte 67 Jahre alte Mursi war nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft bei einer Gerichtsanhörung zusammengebrochen und später im Krankenhaus gestorben. Das ägyptische Staatsfernsehen berichtete, Mursi sei an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

          Mursis Freiheits- und Gerechtigkeitspartei – der politische Arm der Muslimbruderschaft – sprach von einem „Mord“. Die schlechten Haftbedingungen Mursis hätten das Ziel gehabt, den früheren Präsidenten langsam zu töten. Auch Menschenrechtsaktivisten sowie die -organisation Amnesty International übten Kritik an den Haftbedingungen und forderten eine Untersuchung.

          Mursi hatte im Frühjahr 2012 die erste Präsidentenwahl nach dem Sturz des langjährigen ägyptischen Staatschefs Husni Mubarak gewonnen. Der islamistische Politiker war damit der erste demokratisch gewählte Präsident des Landes. Er war aber nur ein Jahr an der Macht und wurde nach Massenprotesten im Juli 2013 vom Militär gestürzt. Mursi und tausende andere Islamisten wurden in Massenprozessen verurteilt.

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