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Staatsbesuch : Obama im Juni in Deutschland

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Bald wieder „zu Gast unter Freunden”? Bild: ddp

Die Bundesregierung stellt sich auf einen Besuch des amerikanischen Präsidenten im Juni ein. Obama will dann angeblich auch das frühere Konzentrationslager Buchenwald besuchen.

          Die Bundesregierung stellt sich auf einen Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama im Juni in Deutschland ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) freue sich darüber, wurde versichert. Der genaue Zeitpunkt und auch die von Obama besuchten Orte in Deutschland stünden noch nicht endgültig fest, hieß es am Mittwoch. Doch gebe es eine Präferenz Obamas, das frühere Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar und möglicherweise auch Dresden zu besuchen. Es hieß, Obamas Großonkel sei als Soldat an der Befreiung Buchenwalds im Zweiten Weltkrieg beteiligt gewesen.

          Dem Vernehmen nach hatte der französische Präsident Sarkozy bei den Nato- und G-20-Gipfeltreffen im März von Obama die Zusage erhalten, am 6. Juni an Feierlichkeiten zum 65. Jahrestag der Invasion der Alliierten in der Normandie teilzunehmen. Obama habe das um andere Besuchsstationen in Europa erweitert. Auch Frau Merkel sprach im März in Baden-Baden mit Obama über Stationen dieses Besuches. Sie will ihn in Deutschland begleiten. Offenbar ist auch ein Treffen mit Außenminister Steinmeier (SPD) geplant. Einen Monat später käme Obama abermals nach Europa - zum Treffen der wichtigsten Wirtschaftsnationen in Italien.

          Frau Merkel werde an den Feiern in der Normandie nicht teilnehmen, sagte ein Regierungssprecher. Sarkozy plane sie nicht in dem Umfang wie vor fünf Jahren der frühere Präsident Chirac; damals hatte Bundeskanzler Schröder teilgenommen. Derweil hieß es, Steinmeier wolle als Kanzlerkandidat noch einmal Washington besuchen. Nach offiziellen Angaben ist noch offen, ob auch die Kanzlerin nach Washington reisen wird. Denkbar ist dem Vernehmen nach auch, dass beide kurz vor der Bundestagswahl in die Vereinigten Staaten fliegen.

          Im September tagt dort die UN-Vollversammlung. Dort werde Frau Merkel nicht sprechen, hieß es. Je nach Terminplanung könnte das dann Steinmeier tun. Überdies findet sieben Tage vor der Bundestagswahl ein weiteres G-20-Treffen der Industrie- und Schwellenländer in Washington statt. An diesem Treffen werde nach jetzigem Stand Frau Merkel teilnehmen.

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