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Hagia Sophia zur Moschee? : Staatsanwalt sieht Entscheidung bei Erdogan

Die Hagia Sophia in Istanbul am Mittwoch Bild: Reuters

Ob die Hagia Sophia wieder zur Moschee wird, soll in den nächsten 15 Tagen entschieden werden. Am Mittwoch vertagte sich das Gericht, das über die Frage befindet. Der Staatsanwalt sagt, ein Dekret des türkischen Präsidenten reiche aus.

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          Der türkische Staatsrat, das höchste Gericht des Landes, hat am Donnerstag nach einer Anhörung die Entscheidung über den Status der Hagia Sophia vertagt. Das Urteil soll in den kommenden 15 Tagen bekanntgegeben werden. In der Anhörung sagte der Staatsanwalt, ein Dekret des Präsidenten reiche aus, um das Museum in eine Moschee zurück zu verwandeln. Die Entscheidung über die Umwandlung sei keine rechtliche, sondern eine politische.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Der türkische Präsident Tayyip Erdogan hatte im Juni erklärt, nach dem Urteil des Gerichts werde seine Regierung die notwendigen Schritte unternehmen. In der Türkei wird erwartet, dass Erdogan ein solches Dekret zur Umwandlung der Hagia Sophia unterzeichnen werde. In türkischen Medien heißt es, Erdogan könne am 15. Juli, dem Jahrestag des gescheiterten Putsches von 2016, in der Hagia Sophia ein Gebet verrichten.

          Den Richtern des Staatsrats liegt eine Klage zur Rechtmäßigkeit des Dekrets vor, mit dem Kemal Atatürk, der Gründer der türkischen Republik, im November 1934 die Umwandlung der Hagia Sophia, die damals eine Moschee war, in ein Museum angeordnet hatte.

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