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Angriffe in Sri Lanka : Wenn Buddhisten Hass predigen

Aufgeheizte Stimmung: Die Moschee von Digana in Sri Lanka wurde im März von Vermummten verwüstet. Bild: Reuters

In Sri Lanka sollen radikale Mönche der Gewalt gegen Muslime den Weg bereitet haben. Die Spannungen zwischen den beiden Religionen nehmen in der ganzen Region zu.

          6 Min.

          Der Mönch empfängt seinen Gast im Büro, seine bullige Statur hinter einem schweren Holztisch aufgebaut. Die orangefarbene Robe hat er kunstvoll über seine linke Schulter gebunden. Die rechte Schulter und der Arm darunter sind nackt. Seine braunen Augen schauen hinter schmalen Brillengläsern hervor, die das Licht der Fenster reflektieren. Der Mönch ist Galagoda Aththe Gnanasara, der Generalsekretär der Bodu Bala Sena (BBS), der „buddhistischen Streitmacht“, wie sie sich selbst nennt. Sie ist eine Organisation radikal-nationalistischer Mönche in Sri Lankas Hauptstadt Colombo. Der Vereinigung wird vorgeworfen, gewalttätigen Angriffen auf Muslime, deren Geschäfte und auf Moscheen im März im Bezirk Kandy im Zentrum des Landes den Weg bereitet zu haben.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Doch im Interview gibt sich der Mönch zunächst versöhnlich. Geradezu lammfromm erscheint er, als er erst die Vorgänge in Kandy verurteilt und dann indirekt die Regierung dafür verantwortlich macht. „Ich bin verstört darüber, dass diese Dinge vorgefallen sind“, sagt Gnanasara. Er gibt zwar zu, dass seine Organisation früher einen „schlechten Einfluss“ ausgeübt habe. Das habe mitunter auch zu Gewalt geführt. Dies seien aber Anfangsfehler in den ersten Jahren nach der Gründung im Jahr 2012 gewesen. „Wir verstehen und bereuen das“, sagt der Mönch. Das alles gehöre der Vergangenheit an. Hinter den Gewaltausbrüchen stünden kleinere Organisationen; aber die Schuld daran werde immer noch den Mönchen von Bodu Bala Sena zugeschoben.

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